Montag, 19. März 2012

Winterschäden im l´âge bleu Rosenpark

Aus aktuellem Anlass (Frostschäden an Rosen) wird es am 28. April (siehe "Frühjahrserwachen" unter "Veranstaltungen) spezielle Vorführungen zu den Themen "Rosenpflanzung", "frostharte öfterblühende Rosen" und "Rosenschnitt" geben. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis von 3 Euro enthalten.

Wie in den meisten anderen Gärten auch, müssen im Rosenpark die allermeisten öfterblühenden Rosen nach den Kahlfrösten im Februar bodeneben zurück geschnitten werden. Da, wo sich keine Wühlmäuse in die Anhäufelungen gegraben haben, rechne ich aber mit Neuaustrieb aus der Veredelung. Bei den kleinen und jungen Bourbon Rosen habe ich schon vorsichtig nachgeguckt: Unter den (Lehm-) Anhäufelungen sind sie noch grün, leben also und werden den Substanz-Verlust schnell wieder aufholen.


Cordulas Vorgarten-Forsythie zeigt schon Farbe, in unserer Gegend kann mit dem Frühjahrsschnitt also begonnen werden. Im Rosenpark sind die Portlands bereits fertig zurückgeschnitten. Einige kleinere/jüngere waren bis zum Boden geschädigt. Die meisten eingewachsenen Pflanzen hatten (ohne Winterschutz) dagegen wenig oder gar keine Schäden. Sie bekamen nur einen Auslichtungs- bzw. Formschnitt.

Marie de St Jean: Vital bis in jede Spitze. Die rötlichen Triebe links im Bild zeigen die normale Verfärbung nach Wintersonne bzw. bei einsetzender Verholzung. Ausgeschnitten wird sie aber erst im Frühsommer zwecks Stecklingsgewinnung.

Bei den Remontant Rosen zeigt sich ein gemischtes Bild: Diejenigen "alten Typs", die in Habitus und Bestachelung mehr den einmalblühenden - oder Portland-Vorfahren ähneln, sehen überwiegend gut aus (wenige oder nur leichte Schäden), die "modernen Typs" mit glatterem Laub, weniger stachligen Trieben und schon im Übergang zu Tee Hybriden, müssen teilweise bodeneben zurückgeschnitten werden.    
   
Kleineres Remontant Beet. (Der verschmurgelte Grasschnitt auf der Folie wird demnächst durch Stroh ersetzt.)

Die (hellen) Laubengang Rambler haben erstmalig heftige Frostschäden: Sie waren im Januar schon zentimeterweit ausgetrieben und wurden vom extremen Februar-Kahlfrost "eiskalt erwischt". Im Moment kann ich noch nicht ausschließen, daß einige eventuell bodeneben zurückgeschnitten werden müssen. Andere sehen aus, als ob nichts gewesen wäre: Dazu gehören u. a. (das echte) Fräulein Oktavia Hesse, Ännchen von Tharau, Christine Helene und (zu meiner Überraschung) Breeze Hill. Eine genauere Analyse folgt demnächst.
Zu bemerken ist jetzt schon, daß dort leider die Wühlmäuse extrem gewütet haben...Ohne Anhäufelung (die dank der Hilfe einer netten Hamburgerin noch im Spätherbst aufgebracht wurde :-)) wären einige dadurch wohl komplett tot. Dank Lehm auf den Veredelungen besteht noch Hoffnung.


Bei den violetten und rosa Ramblern ist die Situation besser. Die meisten werden wohl mit dem Verlust einiger weniger Triebe davon kommen. 
                              
                    


Bei den Noisettes und (echten) Moschatas sieht bei den großen Pflanzen erstmal wieder alles schwarz aus. Nur die, denen das Gartenhäuschen Schatten geboten hat, sind grün (Mme Alfred Carrière und Blanc Pur u.a.). Erstaunlicherweise sind auch die kleineren, öfterblühenden Noisettes am Südrand mindestens zur Hälfte der Trieblängen grün. Vermutlich haben sie vom Schatten des Knicks profitiert. Die sonniger stehenden "Großen" dagegen müssen überwiegend nochmal bei Null anfangen. Ich bin ganz zuversichtlich daß sie das wieder schaffen.


Im Sonnuntergangsbereich sind auch die Pemberton Moschatas erneut auf Null (diesmal sogar Thisbe), werden bis Juni aber ihre 1,3 bis 1,5 m sicher wieder erreichen. 
Sämtliche Öfterblühenden dieses Farbspektrums brauchen starken Rückschnitt (erfreuliche Ausnahme hier: Soleil d´Or). Auch die gelben, orangefarbenen und apricotfarbenen Rambler und Kletter- Rosen haben diesmal gelitten (bis auf Oratam). 
                                
                                                     
Bei den Albas gab es nur einige durch Herbst-Nachschnitt verspätet erschienene Jungtriebe auszuschneiden. Die Wildrosen haben keine Schäden.

Auch viele einmalblühende Strauchrosen, vor allem solche mit Chinensis-Anteil wie Bengal-, Noisette- und Bourbon Hybriden, zeigen teiweise Frostschäden. Manche mehr am jungen, andere überwiegend an altem (bzw. überaltertem) Holz.

Umso erfreulicher der Zustand u. a. dieses Sämlings von Jürgen Weihrauch (ohne Winterschutz und nach Herbst-Rückschnitt, das rotverfärbte Holz ist eine Sorteneigenschaft):


Auch Petit Papillon hat sich an vollsonnigem Standort ohne Winterschutz, nach Herbstschnitt und mit Wühlmausgang an den Wurzeln hervoragend gehalten:


                                   Hier nochmal von näher:



Alle drei Gruß an Labenz sehen top aus, sogar das noch im August stark ausgelichtete Exemplar am Eingang. Fotografiert haben wir die Pflanze mit dem exponiertesten Standort (und, wie die beiden anderen, ohne Winterschutz):



Eine freudige Überraschung ist auch der Zustand einer Tee Rose, (der echten) Mlle de Sombreuil (deren Beispiel zeigt, wieviel ein vor Wintersonne geschützter Standort ausmacht):



Weniger überraschend aber trotzdem erfreulich ist der Zustand von Karl Foerster (ohne Winterschutz):       

                                                                   


Die Mäusepolizei nach getaner Arbeit...


Ein bißchen was blüht auch schon...






Und langsam müssen die Rosen aus dem Einschlag...



Sobald die Forsythien blühen, sollten oberirdisch abgefrorene Pflanzen baldmöglichst bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden, damit sie schnell wieder neu austreiben. Die Anhäufelung dabei bitte vorsichtig (!) lockern, aber noch nicht ganz entfernen (Fotos dazu folgen).

Ergänzung: In den letzten Tagen wurde ich oft gefragt, wie das Mark an älteren Pflanzen oder Trieben aussehen sollte. - Niemals darf es braun, matschig oder glasig sein. Das weiße Innere junger Triebe wird mit wachsendem Alter beige oder grünlich, das ist ganz normal. Wenn es aber weich und/oder dunkelbraun ist, sollte der Trieb bis in helleres Mark zurückgeschnitten werden. In den Anfangsjahren habe ich solche Triebe stehenlassen, weil sie außen teilweise noch vital wirkten. Sehr lange haben sie aber nie überlebt und wenn sie dann (oft in der ersten Hitzeperiode) abstarben, hatten die Pflanzen in diese nicht-vitalen Triebe Kraft investiert, die besser in gesunde und rechtzeitig neu gebildete Basistriebe gesteckt worden wäre.

Zum Schluß noch zwei Bilder von einer Reihe Veilchenblau an der Zufahrt zum regionalen Einkaufszentrum. Diese armen Pflanzen werden zweimal jährlich mit einem Balkenmäher zurückgeschnitten.


Das traurige Beispiel zeigt, wie stark solcherart zugerichtete Rosen vergreisen und wie groß die Frostschäden durch Herbstschnitt sein können:


Fortsetzung folgt...

Donnerstag, 15. März 2012

Mehr zum Thema Frühjahrsschnitt und Prävention von Winterschäden


Wie schon in Rareroses angerissen (http://www.rareroses.de/rrForumFSwm.html) habe ich diesen "Rosariumsschnitt" (für Leute mit vielen Rosen, wo´s schnell gehen muß) bisher im Sommer praktiziert und im Herbst noch mindestens einmal (meist öfter) die Neutriebe gekappt. Aber dann mußte ich im Frühjahr die erfrorenen Neutriebe rausschneiden, die auch bei Einmalblühenden bis zum Folge-Winter nicht mehr ausgereift sind...


Wer in sehr mildem (Klein-)Klima gärtnert hat natürlich kein Frost-Problem mit unausgereiften Vorjahrestrieben. In warmen Gegenden kann man also getrost auf die Vorverlegung des Haupt-Rückschnitts ins Frühjahr verzichten. Für die einmalblühenden Rosen im l´âge bleu Rosenpark  erhoffe ich mir durch diese Vorverlegung allerdings eine erhebliche Verbesserung hinsichtlich des Verlustes junger Triebe.     

Duchesse de Montebello - die demnächst auch ordentlich die Schere sieht
Ein weiterer Vorteil von starkem Schnitt bei einmalblühenden Strauchrosen ist die größere Standfestigkeit. Der Rosenpark liegt ja außerorts, dort stürmt es oft. Alle starkwüchsigen Strauchrosen an Eisenstangen zum Klettern aufzubinden ist nicht machbar. Zusammenbinden auch nicht. Durch stärkeren Schnitt werden sie kompakter und standfester. Es liegen weniger Triebe auf dem Boden oder übereinander, zur Blütezeit kann man die Blüten besser sehen, die einzelnen Blüten halten länger, weil die Sträucher nach Regen besser abtrocknen und spätere Knospen können sich noch gut öffnen.
  

Schon durch den radikaleren Sommerschnitt konnte ich feststellen, daß die Pflanzen gesünder bleiben weil das Strauchinnere besser belüftet wird: Keine Fäulnisherde mehr durch vermatschte Blüten, die im Totholzgewirr hängen bleiben und vor sich hin rotten, kein Schimmel und keine Botrytis, stattdessen gesundes Laub, auch z. B. bei Albas bis in den Herbst.
Dazu genug Platz für vitale, neue Basis-Triebe im Strauchinneren statt einem kreuz und quer wachsenden Gemenge dürren, vergreisten Geästs.

Beim Frühjahrsschnitt spart man auch Zeit, weil der Habitus an nackten Rosen schneller zu erkennen ist als an voll belaubten.

Alles zusammen genommen bedeutet das wesentliche Zeit- und Arbeitsersparnis. Von daher haben nicht nur die Rosen was davon sondern auch der Gärtner.
Celsiana an ihrem Schattenplatz im Blauen Garten. Vom sonniger stehenden und üppiger blühenden Rosnpark-Exemplar gibt es leider noch kein Foto
Gefragt, ob so ein radikalerer Frühjahrsschnitt für alle Gruppen und Sorten einmalblühender Rosen geeignet sei, lautet die Antwort: Nicht unbedingt.
Vorsicht ist meiner Erfahrung nach mit einmal- oder „sommerblühenden“ Damaszener Rosen geboten: Besonders Königin von Dänemark reagiert auf stärkeren Schnitt (egal zu welcher Zeit) schnell beleidigt, an Celsiana habe ich verhalteneres Blühen als Reaktion darauf auch schon erlebt und Léda ist eine weitere Kandidatin.
Charles de Mills, ist, obwohl keine Damascena, eine weitere historische Rose, die für geringe Toleranz gegenüber Schnittmaßnahmen bekannt ist.
Bei diesen Sorten empfiehlt es sich, Jungtriebe frühzeitig leicht zu pinzieren/kappen, damit sie gar nicht erst „durchschießen“ sondern die Pflanzen sich gleich im Jugendstadium besser verzweigen. Behutsames und stetiges Entspitzen der jeweils neu gebildeten Triebe nehmen diese Sorten meiner Beobachtung nach nicht übel, wenn man Rückschnitte von mehr als einem Fünftel oder Sechstel der Gesamt-Trieblänge vermeidet.

Bouqet blanc als mehr-oder-weniger-Damascena war von daher ein besonders spannendes Beispiel: Wenn diese Sorte den starken Frühjahrrückschnitt ohne größere Blütenverminderung übersteht braucht man sich diesbezüglich m. E. auch hinsichtlich der meisten anderen Einmalblühenden keine Sorgen zu machen. – Ein Beweisfoto wird im Sommer natürlich nachgeliefert.

Blanchefleur im Blauen Garten
Völlig unproblematisch ist der Frühjahrsrückschnitt hinsichtlich der Blütenmenge bei Centifolien. Durch ihre Abstammung von Damascena bifera, der „herbstblühenden“ Damaszener Rose, blühen echte Centifolien mit leichten Einschränkungen auch schon am einjährigen Holz. Wenn man sie also im Frühling nicht komplett „runterrasiert“ sondern maximal ein Drittel der Trieblänge entfernt, blühen sie im Sommer i.d. R. immer noch üppig.
Da ein großer Teil der sogenannten „Gallicas“ eigentlich auch zu den Centifolien Hybriden gehört (was an der Bestachelung zu erkennen ist), gilt für diese Gruppe dasselbe.

Duchesse d´Angoulême, auch eine Bengal Hybride
Für Bengal Hybriden (inklusive Bourbon - und Noisette Hybriden) mit ihrer komplexen Abstammung kann man folgende Faustregel aufstellen: Je „moderner“ Triebe und Bestachelung sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß sie, zumindest eingeschränkt, auch schon am einjährigen Holz blühen. Meine Erfahrungen beruhen auf Umpflanzungs-Rückschnitten und besagen, daß man auch bei dieser Rosengruppe im Frühjahr bis zu einem Drittel der Trieblänge wegschneiden kann ohne nennenswerte Blüten-Verringerung hinnehmen zu müssen.
In den vergangenen Wintern hat sich (zumindest hier) gezeigt, daß Bengal Hybriden größtenteils eben doch nicht genauso frosthart sind wie alte, europäische Gartenrosen ohne bzw. mit weniger Chinensis-Anteil. Daher kann grade diese Gruppe von einer Vorverlegung des Schnittzeitpunkts profitieren. 

    
"Orphéline de Juillet" (als weiteres Beispiel für eine Bengal Hybride) im Blauen Garten











Mehr Vorsicht ist bei echten Albas geboten (also den weißen von A. semiplena bis A. maxima). Da empfehle ich, maximal ein Viertel der Trieblänge im Frühjahr zu entfernen. Da die meisten von ihnen auch ohne menschliche Eingriffe stattliche und standfeste Büsche bilden statt, wie viele Centifolien oder Bengal Hybriden u.a. in der Gegend „herum zu hängen“ ergibt sich die Notwendigkeit stabilisierender Formschnitt-Eingriffe bei ihnen auch eher selten.

junge "Kindergarten Rose" in der Schmiedetwiete
Maiden´s Blush (inklusive ihrer verschiedenen, regionalen Klone) ist höchstens eine Alba Hybride und zeigt mehr Eigenschaften einer Damascena bifera. Bei ihr ist Frühjahrschnitt kein Problem. Ich kenne einige Pflanzen, die jährlich auf maximal die Hälfte der Trieblänge eingekürzt werden, trotzdem sehr üppig blühen und im Spätsommer sogar gelegentlich fast genauso üppig remontieren. Die Sandesnebener „Kindergarten Rose“ ist ein Beispiel dafür, weshalb wir sie früher auch für eine besondere Hybride hielten. Es ist aber eine ganz normale Maiden´s Blush, die einfach Eigenschaften ihrer Vorfahren zeigt. Auch die (Fund-) Rosen dieser Gruppe im l´âge bleu Rosenpark reagieren auf rechtzeitiges Ausputzen von Verblühtem oder extreme Witterungsbedingungen regelmäßig mit Nachblüten. Egal, ob sie angebliche „Great“ oder „Small“ Maiden´s Blush sein sollen.

                                          
René d´Anjou
Moos Rosen stammen entweder (überwiegend) von Centifolien ab oder
von herbstblühenden Damaszener Rosen. Letztes Frühjahr habe ich als „Notwehrmaßnahme“ auch bei ihnen schon im Frühjahr überlange Triebe stärker eingekürzt. Weder bei der einen noch bei der anderen Gruppe hat das zu Blüten-Verlusten geführt. Ich hatte, im Gegenteil, eher den Eindruck, daß sich die Blüh-Periode dadurch verlängert hat. Da vor allem unter den remontierenden Moos Rosen einige weniger frosthart sind als Vertreter anderer einmalblühenden Rosenklassen können auch sie m. E. von der Schnitt-Vorverlegung nur profitieren.

Edit: Leider sind durch diverse PC Crashs einige Foto-Ordner verloren gegangen und von den Rosen im l´âge bleu Rosenpark habe ich, mangels Zeit und Digi, noch nicht viele Habitus-Fotos. Daher die Improvisation bei der Auswahl der Beispiel-Bilder. - Dieses Jahr wird mehr fotografiert, versprochen! :-)
Bei dieser Gelegenheit möchte ich nochmal darauf hinweisen, daß die allermeisten Fotos in den hier verlinkten Picasa-Alben von Cordula I. Metzger sind und mich für das Zur-Verfügung-Stellen bei ihr bedanken!

Fortsetzung folgt...


Frühjahrsschnitt bei einmalblühenden Rosen


Wie schon im vorigen Blog-Eintrag beschrieben, kann es in kalten Gegenden vorteilhaft sein, auch die einmalblühenden Rosen überwiegend im Frühjahr zu schneiden.

Als Beispiel habe ich eine ausgewählt, die sehr frosthart ist und eigentlich (zumindest im südlichen SH) auch starken Rückschnitt nach der Blüte verträgt. Im letzten Jahr ist sie aber beim Schnitt „durchgerutscht“ und gar nicht zurückgeschnitten worden. Das Gesamtbild vor dem Schnitt ist also ziemlich unordentlich.
 
Bouquet blanc sollte eigentlich eine Remontant Rose sein, da sie aber nur selten remontiert und bezüglich Wuchs und Bestachelung in diese Klasse passt, steht sie im l´âge bleu Rosenpark bei den Damaszenern. Auch wenn das Laub dazu nicht so gut passt, könnte es m. E. eine Damascena Hybride (wahrscheinlich mit einer Chinensis-blütigen Rose) sein.
Ihr Wuchs ist etwas „stürmisch“, sie legt sich mit ihren langen Neutrieben gerne über Nachbarpflanzen und wächst insgesamt wenig kompakt. Der etwas drastische Frühjahrsschnitt soll das korrigieren.

Um an die zu schneidenden Triebe möglichst verletzungsfrei ranzukommen (diese Sorte ist sehr stachlig) nähert man sich besser erst mal seitlich.

                        und kürzt die überhängenden Nebentriebe ein.

Dabei ist es wichtig, auf die Ausrichtung der Trieb-"Augen" zu achten und immer über einem nach außen weisenden zu schneiden, damit der neue Trieb, der sich später unterhalb der Schnittstelle bildet, auch nach außen wächst.
Ergänzung: Bitte nie direkt über einem Auge schneiden, es könnte sonst eintrocknen, sondern immer einen oder mehr Milimeter (sorry: Centimeter!) darüber.

Zu sehr in die Breite wachsende Nebentriebe werden (von außen gesehen) vor einem kräftigen Trieb eingekürzt, der nach oben weist.

Damit genug Luft an die Triebe kommt und Pilzinfektionen verhindert werden sollte man überalterte Basistriebe komplett entfernen. 

                                           
Nach innen wachsende, sich überkreuzende oder schwache Nebentriebe ebenfalls. So bekommt man einen luftigen Aufbau, der dazu beiträgt, die Pflanze gesund zu erhalten (und sich selbst zu tragen).

                            
Zum Schluß kann man noch ein Viertel bis ein Drittel der Höhe einkürzen. Auch dabei ist es für einen harmonischen Aufbau sinnvoll, über einem nach außen weisenden Trieb-Auge zu schneiden.


Dieses Foto weist nicht nur eindrücklich darauf hin, daß es sinnvoll ist, beim Rosenschnitt die Haare zusammen zu binden ;-) sondern zeigt auch im Vordergrund eine Rose, die zwar sortenbedingt dunkelbraune Triebe hat ("Satin Rose"), aber trotzdem bis in die Spitzen lebendig ist. Noch ein Grund, mit dem Rückschnitt bis zum Austriebsbeginn zu warten: Man sieht dann besser was "tot-braun" und was "lebendig-braun" ist...

Ein gesunder Trieb (wie dieser hier von Bouquet blanc) sieht im Inneren übrigens so aus...Triebe mit braunem "Mark" bitte unbedingt bis ins gesunde Holz zurückschneiden (siehe vorigen Blog-Eintrag).

So sieht die "frisierte" Rose anschließend aus....Nachtrag: Diesen etwas radikaleren "Rosariumsschnitt" kann man in milden Gegenden auch gleich nach der Blüte durchführen, verbunden mit einem erneuten Rückschnitt der neugebildeten Jungtriebe im Herbst. In den kalten Wintern der letzten Jahre verursachte der späte Schnitt hier allerdings sogar bei einmalblühenden Rosen teilweise erhebliche Frost-Verluste am Vorjahres-Holz.
Und so von der anderen Seite. - Ein bißchen gewöhnungsbedürftig vielleicht, aber das verwächst sich ;-) Bestimmt wird sie trotz (oder wegen) des rabiaten Schnitts im Sommer wieder hübsch blühen...
(das Grüne links im Bild gehört übrigens nicht zu Bouquet blanc sondern ist ein Ausläufer von Blush damask und wird demnächst entfernt/getopft)

Wer ein Exemplar dieser reichblühenden und extrem frostharten Sorte haben möchte: Es gibt sie m.W. bei Schütt (und inzwischen auch bei historische Rosenschätze)

Mit den Schadensberichten aus dem Rosenpark, den nicht sehr zahlreich, aber immerhin vorhandenen erfreulich gut aussehenden öfterblühenden Rosen, der Mäusepolizei und dem, was jetzt schon blüht geht´s in den nächsten Tagen weiter...

Nachtrag: So sah Bouquet blanc nach dem Radikalschnitt im Mai aus (Juni-Bild folgt):
 Und die Knospenmenge verspricht eine reiche Blüte:



Freitag, 9. März 2012

Winter 2011/2012 Schadensbilanz und Schnitt-Hinweise

Um es vorweg zu sagen: Noch ist es viel zu früh, eine Bilanz zu ziehen: Die lange, milde Periode von November bis Januar hat insbesondere die öfterblühenden Rosen zu verfrühtem Austrieb angeregt, der dann im plötzlichen, eisigen Kahlfrost des Februar „schockgefrostet“ wurde. Viele dadurch verursachte Schäden werden sich erst im Laufe des Frühjahrs zeigen…
Aber ein bisschen Trost und Aufmunterung für viele verzweifelte Rosen-Gärtner ist schon angebracht: Totgesagte leben länger. Rosen, die zur Zeit oberirdisch völlig totgefroren sind, können (und werden in den allermeisten Fällen) aus der Veredelung (bzw. aus tiefergelegenen, eigenen Wurzeln) wieder austreiben. – Rosen jetzt schon raus zu reißen und zu entsorgen wäre verfrüht!

Bei manchen Rosen habe ich Neu-Austriebe sogar noch im Juli erlebt und sie haben sich wieder sehr gut erholt. – Gebt euren Rosen also bitte auch noch Zeit!

- Demnächst gibt es zu diesem Thema auch Fotos…

Schnittmaßnahmen

Wer nicht allzu viele Rosen hat und es sich daher leisten kann, mit dem Beginn des Rückschnitts noch zu warten sollte das tun: Es wird in den meisten Gegenden sicher noch Spätfröste unter – 4 oder – 5 Grad geben (hier in SH z. B. üblicherweise Anfang April). Der Frost kann durch frische, größere Schnittwunden tief in die Rosen eindringen und einigen dadurch den Rest geben…Wenn ich nicht über 1000 Rosen zurück- (oder zumindest aus-) schneiden müsste, würde ich damit noch bis frühestens Ende März/Anfang April warten…Da die Bewältigung dieser Arbeit aber mindestens 4 Wochen dauern wird (Berichte und Fotos folgen) muß es hier notgedrungen früher los gehen: Zum Frühlingserwachen (siehe „Veranstaltungen“) muß und soll ja alles gut aussehen. – Wer nicht unter solchem Zeitdruck steht, ist dagegen gut beraten, wenn er noch abwartet bis die Spätfröste vorbei sind.

Wenn Triebe im unteren Bereich noch grün und lebendig aussehen, ist es besser, jetzt noch nicht in das lebende Gewebe zu schneiden. Wenn es jetzt schon losgehen muß, dann besser erstmal wirklich nur totes (trockenes, grau-braunes oder schwarzes) Material wegschneiden.

Nach den Spätfrösten muß die Schere dafür umso gründlicher eingesetzt werden.
In Zweifelsfällen (wenn Triebe „angeschlagen“ und wenig vital wirken) gibt ein schrittweiser Schnitt von oben nach unten Gewissheit: Wo das Mark innen braun ist muß der Trieb soweit zurückgeschnitten werden, bis man auf helles Mark trifft. - Es hat wirklich keinen Zweck, solche geschädigten Triebe stehen zu lassen. Sie würden vielleicht sogar noch einmal blühen, aber spätestens während der ersten Trocken-Periode sterben sie dann plötzlich doch ab. Dadurch, daß man sie solange stehen lässt und die Pflanzen sinnlos Kraft in ihre Erhaltung stecken, verzögert sich aber die Bildung neuer Basis-Triebe. Die kommen dann erst nachdem die geschwächten, älteren ganz abgestorben sind. Die Folge ist, daß dieser zu späte Neuaustrieb bis zum nächsten (sicher auch wieder harten) Winter nicht genug ausreift...Und dann auch wieder erfriert…So werden die Pflanzen von Winter zu Winter schwächer und gehen dann ganz zugrunde.

Also bitte gleich nach den Spätfrösten gründlich schneiden und wirklich alle nicht mehr vitalen Triebe bis ins gesunde Holz zurückschneiden: Nur so erhält oder behält man vitale Pflanzen, die auch mehrere harte Winter überstehen können.

Genauso wichtig ist das komplette Entfernen überalterter Triebe: Sie verlieren mit der Zeit ihre Geschmeidigkeit, werden brüchig und rissig. In die kleinen Risse dringen Schad-Erreger ein, es bilden sich Krankheiten, die Triebe sterben ab und mit ihnen alle Seitentriebe, die sich daran gebildet hatten. So schwer es auch fallen mag: Das Wegsägen überalterter Triebe ist eine wichtige Maßnahme zur Erhaltung der Pflanzengesundheit. Denn auch hier gilt: Genug kräftigen, gesunden und rechtzeitigen (!) neuen Austrieb gibt es nur, wenn die Pflanzen durch das Wegschneiden angeschlagener und überalterter Triebe dazu angeregt werden.

Normalerweise ist die Forsythien-Blüte immer ein guter Anhaltspunkt für den Schnittbeginn (aber was ist heutzutage noch „normal“?)…Wer aus organisatorischen Gründen schon vorher mit dem Rosenschnitt anfangen muß sollte, zumindest bei besonders frostempfindlichen Sorten, das Abdeckmaterial noch nicht völlig entfernen. Die Erd- oder Kompostanhäufelung muß zwar gelockert werden, damit zarte, junge, neue Triebe sie durchstoßen können, sicherheitshalber sollte man das Material aber noch in greifbarer Nähe liegen lassen. Dann können die Pflanzen bei Spätfrostgefahr damit noch mal locker (!) abgedeckt und schattiert werden.

Kurz-Fassung: Besser erst nach den Spätfrösten Rosen schneiden, dann aber zügig und sehr gründlich.

 Weitere Maßnahmen zur Vorbeugung

Neu gepflanzte oder umgepflanzte Rosen bitte unbedingt 6 Wochen lang anhäufeln: Das schützt sie nicht nur vor Spätfrösten, sondern auch vor zuviel Verdunstung und Austrocknung durch Wind. Sie können besser einwurzeln und wachsen dann während der Saison besser. Gründliches Einschlämmen und Angießen ist bei Frühjahrs-Pflanzungen ebenfalls unumgänglich für erfolgreiches Anwachsen.

Bei Container Pflanzen bitte auch die Wurzeln vor dem Pflanzen gründlich auflockern, bei sehr festen Wurzelballen die Wurzeln komplett voneinander lösen und solche, die nicht grade nach unten weisen, zurückschneiden. Andernfalls können die Rosen (und anderen Pflanzen) nur schlecht oder gar nicht anwachsen.

Der Klimawandel zwingt auch uns Rosen-Gärtner zum Umdenken: Die Wahrscheinlichkeit extrem kalter, kontinentaler Winter wird in Mitteleuropa größer. Das bedeutet für die Rosen, daß es immer (über-) lebenswichtiger wird, rechtzeitig in Vegetations- oder Winterruhe zu kommen.
Konkret: Die Zeiten, wo es sinnvoll war, im Sommer noch mal zu düngen sind vorbei!
Zu viel und zu spätes Düngen vermindert bei öfterblühenden Rosen die Chance, kalte Winter zu überleben.
Daher bitte nur noch da düngen, wo es wirklich nötig ist: Einmalblühende in fruchtbaren Böden brauchen eigentlich gar keinen Dünger. Öfterblühende – je nach Boden – maximal einmal jährlich. Und zwar im Frühling und nicht (mehr) im Sommer:
Meinen Erfahrungen nach möglichst früh (während des Neuaustriebs, wenn sie am meisten Kraft brauchen) und möglichst organisch (mit reifem Mist bzw. Kompost, dazu später mehr).
Überdüngte Rosen (und andere Pflanzen) werden „mastig“, sie bekommen durch zuviel Stickstoff fette, dunkelgrüne, neue Triebe, die durch ihren großen Wassergehalt und ihr „Turbo-Wachstum“ sehr bruchgefährdet und krankheitsanfällig sind. Solche Pflanzen sehen (für kurze Zeit) sehr gesund aus, sind es aber nicht dauerhaft.
Weniger gedüngte Pflanzen wachsen langsamer, sind aber in der Substanz stabiler und widerstandsfähiger auch gegen Pilzkrankheiten.

Der Verzicht auf überflüssige und zu spät verabreichte Düngergaben bewirkt auch eine bessere Winterhärte: Die Rosen werden dann nicht mehr in der zweiten Jahreshälfte zur Bildung neuer Triebe „gepusht“, die bis zum nächsten Winter nicht mehr ausreifen können. Ihre Chance, die Neutriebe vom Frühjahr gereift und gehärtet durch den Winter zu bringen, steigen merklich an.

Darum plädiere ich dafür, zukünftig in Mitteleuropa auf die zweite Düngung der Öfterblühenden im Sommer zu verzichten!
Stattdessen habe ich sehr gute Erfahrungen mit der Verabreichung von 1 bis 2 EL Kalimagnesia (je nach Pflanzengröße) gemacht. Es entzieht den Trieben Wasser und führt dadurch zu besserer Ausreifung und Aushärtung.
Alternativ kann auch eine Handvoll reine Holzasche leicht eingearbeitet werden. Da sie schwerer löslich ist als pulverisiertes Fertig-Kalimagnesia sollte sie schon zwei, drei Wochen früher verabreicht werden.
Damit das Kalimagnesia auch bei frühem Wintereinbruch (wie 2010/2011) rechtzeitig von den Pflanzen aufgenommen wird, ist eine frühe Verabreichung wichtig. Man kann meiner Erfahrung nach schon im Juli damit beginnen.

Auch der Sommerschnitt sollte dem klimatischen Wandel angepasst werden: Starker Rückschnitt bewirkt starken Austrieb. Bei Schnittmaßnahmen nach der Hauptblüte besteht die Gefahr, daß die dadurch angeregten Neu-Triebe nicht rechtzeitig vor dem nächsten Winter ausreifen. Es ist daher sinnvoll, größere Schnittmaßnahmen nur noch im Frühjahr durchzuführen und den Sommerschnitt auf Ausputzen von Verblühtem und leichtes Ausschneiden (bei Bedarf) zu beschränken.

Vielleicht bedeutet der Verzicht auf Sommer-Düngung und stärkeren Sommer-Schnitt den Verzicht auf einige „Winter-Blüten“. – Dauerhaft gesunde und winter-überstehende Rosen sollten uns diesen Verzicht aber wert sein.

Es hat sich gezeigt, daß in sehr kalten Gegenden sogar robuste einmalblühende Rosen Frostschäden an (überwiegend) jungen Trieben davon tragen können. Daher ist es in Extrem-Lagen besser, auch bei Bengal – und Gallica Hybriden  u.a. die Schnittmaßnahmen nach der Blüte zu minimieren und stärkere Korrekturen nur noch im Frühjahr durchzuführen. Wenn dann nicht mehr als ein Viertel oder maximal Drittel der Trieblänge oder –menge weggeschnitten wird, gibt es im Sommer immer noch eine ansehnliche Blüte. Bei echten Centifolien kann sogar noch mehr zurückgeschnitten werden, da sie in gewissem Umfang auch schon am einjährigen Holz blühen.
Der durch Frühjahrsschnitt angeregte Neu-Austrieb hat dann bis zum nächsten Winter genug Zeit zum Ausreifen und die Substanzverluste an den Pflanzen verringern sich.

Bei Rosen in Töpfen und Kübeln, die geschützt überwintert werden, sind die Verhältnisse ein bisschen anders: Ihnen stehen weniger Nährstoffe zur Verfügung als Freiland-Pflanzen. Daher brauchen sie i. d. R. öfter als einmal im Jahr Dünger. Wegen der schnelleren Verfügbarkeit können sie verdünnten Flüssigdünger (oder alternativ: Verdünnte Kräuterjauchen) bekommen. Ab Mitte/Ende Juli sollten sie aber ebenfalls nicht mehr gedüngt, sondern stattdessen mit einer (kleineren) Kalimagnesia-Gabe auf den Winter vorbereitet werden.

Ein Thema, das durch die Folgen des Klimawandels zunehmend wichtiger wird, ist der Winterschutz. Es hat sich gezeigt, daß in vielen Gegenden auch empfindlichere Sorten harte Winter ganz gut überstehen können, wenn sie am Plätzen wachsen, die sie vor Wind und Wintersonne schützen. Da, wo solche Pflanzplätze nicht (mehr) vorhanden sind, kann Schattierung schlimmere Frostschäden verhindern.
Ein Beispiel ist die Mme Alfred Carrière, die im l´âge bleu Rosenpark hinter einer Hütte steht und so vor Wintersonne weitgehend geschützt ist. Sie hat auch den letzten Winter gut überstanden während andere Pflanzen ihrer Sorte an sonnigen Plätzen unserer Gegend teilweise komplett zurückgefroren sind.
Wo kein „baulicher“ Winterschatten vorhanden ist können Pflanzen die Schattierung übernehmen: Die violetten Rambler im l´âge bleu Rosenpark sehen wahrscheinlich auch nach diesem Winter noch gut aus, weil ich es wieder nicht geschafft hatte, die riesigen Clematis-Pflanzen an den Rankgerüsten im Herbst zurück zu schneiden…
Auch hohe Stauden, die über Winter stehen bleiben, sind gut geeignet, Wind und Sonne von Rosen fern zu halten.
Wer sich die Mühe gemacht hat, frostempfindliche Sorten im Herbst mit Vlies, Reetmatten oder ähnlichem einzuwickeln, hat meist auch weniger Substanzverluste an den betreffenden Pflanzen zu beklagen. - In gemäßigten Klimata (wozu ich z. B. das südliche SH zähle) macht das alles Arbeit, aber auch Sinn.

In richtig kalten Gegenden bleibt dagegen wohl leider nur die Alternative, mehr frostfeste Einmalblühende und nur noch besonders robuste öfterblühende Rosen (wie z. B. Rugosas) zu pflanzen: Lieber nur eine, dafür üppige Rosenblüte als ständig mickernde Pflanzen, die jedes Frühjahr wieder bei „Neustart“ beginnen müssen. Weniger frostharte Sorten kann man dann lieber in großen, aber transportablen Kübeln kultivieren, wo sie, wind- und sonnengeschützt überwintert, mehr Freude machen als immer wieder zurückgefroren im Freiland.

- Wer sich diese Arbeit nicht machen möchte und die frostempfindlichen Rosen lieber ganz los werden: Es gibt in Garten-Foren Tausch-Rubriken und für jede Pflanze einen potentiellen Liebhaber. Jeder „Kompost-Kandidat“ ist auch ein Lebewesen, das in günstigerer Umgebung noch gut gedeihen kann und deshalb eine Chance verdient hat! Im l´âge bleu Rosenpark z. B. ist auch noch Platz ;-)

Eine elementare Maßnahme beim Winterschutz ist nach wie vor das Anhäufeln. Wo hoch genug angehäufelt wurde gibt es weniger Komplett-Verluste. Meist haben unter der Anhäufelung zumindest schlafende Augen der Veredelung überlebt. Oder, bei relativ jungen, wurzelechten Rosen, ein Rest der eigenen Wurzeln. Bei älteren Rosen auf eigener Wurzel mit Sicherheit ein großer Teil der tiefer gelegenen Wurzelmasse. 
Wenn nicht Wühlmäuse die Veredelung und/oder die Wurzeln freigegraben haben (was eine größere Verlustgefahr ist als der Frost) sind die Chancen auf neuen Austrieb unterhalb der Anhäufelung sehr gut.
Um den Wühlmäusen kein so gemütliches "Nest" mehr zu bieten, hatte ich letzten Herbst/Winter keinen Mist mehr zum Anhäufeln verwendet sondern Lehm-Kompost. Dazu auch noch, zur Abschreckung der Wühlmäuse (und für die Gesundheit der Pflanzen) bei den kleineren, jüngeren Rosen je eine Knoblauchzehe dazu gesteckt...Bisher scheint es weniger Löcher und Gänge in die Anhäufelungen hinein zu geben als in den Vorjahren. Einige habe ich aber leider doch schon entdeckt und für die betreffenden Rosen sieht es schlecht aus: Wenn Veredelung und/oder Wurzeln bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad frei liegen, haben sie kaum Überlebens-Chancen :-/

To be continued…

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