Donnerstag, 23. Oktober 2014

Oktoberblüten II

...auf Wunsch einer einzelnen Dame (bzw. inzwischen von mehreren ;-)) noch mehr Oktoberblüten...


Mme Scipion Cochet...





Cornet...




Monsieur Hoste...





die falsche "Mme de Tartas"...





Marguerite Guillard...





Mme Charles Barlet und andere im kleinen Remontant Beet...





sowie viele ihrer Kollegen im größeren (s. o.) blühen nochmal erstaunlich üppig.





 Maja mecta






Triomphe de l´Éxposition






Ferdinand Pichard






Ulrich Brunner fils






Reine des Violette II, die es bei Schultheis, Ruf und Historische Rosenschätze gibt. Das Bild ist tatsächlich aktuell (vom 22.10., wie die meisten dieses Blogs), sie ist eine fleißige Herbstblüherin. 






Und das ist die Reine des Violettes-Variante, die es bei Martin Weingart gibt: Ebenfalls intensiv duftend, frosthart, gesund, blühfreudig und wüchsig, aber mit ein paar mehr Stacheln (die andere hat fast gar keine) und etwas größeren, mehr rot- als blaustichigen Blüten:







Auch diese, falsche "helle Reine des Violettes" (mehr Fotos von ihr sind im vorigen Blog) muß man m. E. haben: Ihr süßer Duft und ihr blasses Flieder-Rosa sind auch sehr besonders. Fast stachellos, wüchsig und robust ist sie ebenfalls. - Ein kurzer Sprung rüber an die Ecke des großen Bourbon Beets:






- Fazit: Man braucht sie alle drei! (Und die falsche, einmalblühende, "dunkle RdV" natürlich auch noch ;-))





Noch ein Überblick über die vordere Seite des großen Remontant Beets. Bitte gebührend die ordentliche Rasenkante bewundern, da war Mike wieder aktiv. 

Dann wandern wir ein Stück den südlichen Grasweg hoch, um zu gucken, was in den pinkroten Beeten grade wieder/noch blüht:




 Dr. Carabare (mit künstlerisch angefressener Blüte und verstecktem Odin).





Eine wunderbar duftende Climbing Crimson Glory-Blüte im Schmetterlingsflieder.






Eine Stecklingspflanze von Renate Philipps Gloire des Rosomanes, den u. a. ich für den echten halte. Es gibt ihn u. a. bei Schultheis, woher ich ein Vergleichsexemplar bekam.






Und eine neue, junge Rose, die mich dieses Jahr echt umgehauen hat: Katie´s Rose. Gleich im ersten Standjahr hatte sie schon unglaublich viele Blüten in einem sehr matten, manchmal fast braunstichigen Rot, die eine sehr formelle Form haben und lange halten. Wenig Duft, aber enorm gesundes Laub, aufrecht-buschiger Wuchs und Dauerblüte machen diese Sorte zu einem Hingucker für die zweite Beetreihe. Endlich hatte ich jetzt mal die Digi in diesem Bereich dabei, leider schafft sie es nicht, den Farbton richtig zu treffen. Immerhin kann man sich ein Bild von Form und Festigkeit der auch im späten Oktober noch perfekten Blüten machen.





Kaum zu glauben, daß dieses riesige Teil zu einem Kontingent an Pflanzen gehörte, das letzten Herbst bei Myroses als "zu mickrig" für den Versand aussortiert und netterweise, statt dem Kompost, mir überantwortet wurde. - Nach nur einem Jahr ist das Schmuckstück nun zu groß für seinen jetzigen Standplatz und zieht demnächst in die Westreihe um.






Gegenüber der pinkroten Beete, am südlichen Grasweg, wächst eine der beiden Hl. Elisabeth-Pflanzen.





So blühfreudig und üppig präsentiert sie sich noch Ende Oktober.






Ein kleiner Abstecher zur Rückseite des Sämlingsbeets, wo Mevrouw Welmout van Heek blüht und duftet...




sowie u. a. die wunderschöne Magenta (Kordes 1956)






Gegenüber davon, im Noisette - (und Moschata-) Beet steht eine Darlow´s Enigma. Mit regelmäßigem Schnitt kann man sie auf ca. 2 x2 m halten.





Hier ein Blütenbüschel von nahem.





Auch Moulton Noisette hat grade wieder viele Blüten und Knospen.





So sehen sie aus der Nähe aus.







Eine meiner Lieblingsrosen, die Tee-Noisette La Biche. Dieses ist das dritte (und letzte) Exemplar, das aus dem Hausgarten in den Rosenpark umgezogen ist (man kann nicht genug La Biches haben). Dafür, daß es erst weniger als ein Jahr am neuen Platz wächst, ist es schon sehr üppig.





Im Chinensis Bereich dahinter erzeugt Empress of China Sommerstimmung mit Oktoberblüten.





Eine davon in ihrer durchsichtig-zarten Schönheit von näher.

Diesjährige Neuzugänge im Chinensis Bereich waren eine L´Ouche von Historische Rosenschätze, eine weitere Old Blush von Myroses und gestern noch eine wurzelechte Bloomfield Abundance, die Dirk von O_Planten vorletztes Wochenende mitgebracht hatte. Die kann ich nächsten Sommer mit Climbing Mlle Cécile Brunner vergleichen: Es wird ja öfter vermutet, die beiden seien identisch (was bisher für mich nicht so aussieht).





Und nun kommen wir zu meinem akutesten Einsatz-Gebiet, dem Multiflora-Dschungel.





Nach mehrtätiger Arbeit gibt es jetzt wieder eine Schneise zwischen den einmalblühenden Multiflora-Monstern des hinteren Bereichs.





Im mittleren Bereich blühen noch einige...






unter anderem die duftende Miss Ahrensburg (leider unausgeputzt)...






Birdie Blye...





Trésor de Thorigny...





und diese hübsche Multiflora, die ich von Nova Liz bekommen habe, weil sie sie als Fehllieferung erhalten hatte. - Vielleicht kennt jemand ihren richtigen Namen? Sie kam von Loubert.





Nach einer Kaffeepause im Pavillon werfen wir einen Blick in das Beet daneben...






und erfreuen uns an einer, auch nach Oktoberregen noch fast perfekten Blüte der seltenen Tee Hybride Mikulas Ales. Diese sehr robuste, wüchsige und stark duftende Sorte ist nun endlich wieder im Handel und bei Myroses in limitierter Anzahl beziehbar.






Auch Sourire d´Orchidée blüht noch unermüdlich.





Ebenso Penelope, die vor der Koniferenreihe wächst, mit der der Sonnenuntergangsbereich nach Westen abgetrennt ist.





Der spätherbstliche Loki Schmidt-Hügel wirkt derzeit mehr durch die Konturen der in Form geschnittenen Halbsträucher,





während seine Rückseite von gefüllten und ungefüllten Mutterkraut-Sämlingen erobert wurde.





 In den gelben Beeten sind noch Blüten zu entdecken...





Aber auch viele Sämlinge, die entfernt werden müssen, weil sie die Rosen bedrängen. Z. B. sehe ich grade, daß sich dort dreisterweise sogar eine Agastache und, im kleineren gelben Beet dahinter, Verbena bonariensis eingeschmuggelt haben. - Sowas geht bei Farb-Spießern wie mir gar nicht.






Die zuverlässig alljährlich wiederkehrenden Kapuzinerkresse-Sämlinge, die hier so perfekt die Farbtöne von Teasing Georgia aufnehmen, sollten auch scharf im Auge behalten werden, denn sie neigen leider dazu, kleinere Rosen zu überwuchern. Zu den Zeichen der Umbau-Aktivitäten im Hintergrund gibt es demnächst mehr zu erzählen.





Noch sind auch nicht alle Ringelblumen aus dem Orange Beet eliminiert. Der Platz wird aber bald anderweitig benötigt (auch dazu später mehr).





Ein Blick über das Orange - zum roten Beet...





in dem auch noch Rosen und Löwenmäulchen blühen.





Gegenüber, im Apricot Beet, strahlen noch Blüten von Dr. Joseph Drew. Normalerweise sind sie weniger bläulich, sondern eher apricot-rosé, duften tun sie aber immer, sogar jetzt noch. Ich freue mich, daß diese wunderschöne, seltene Sorte jetzt bei Myroses bestellt werden kann.





Zurück am Teich findet sich eine verspätete Vièrge de Cléry-Blüte: Wenn diese, eigentlich einmalblühende, Sorte einen guten Standort hat und regelmäßig ausgeputzt wird, bildet sie bis in den Spätherbst hinein neue Blüten.





Auf diesem aktuellen Teichfoto (das vorherige stammt aus der letzten Woche) fehlen schon die Verbena bonariensis im Hintergrund: Damit sie sich nicht zu stark versamen, hat Agavengreta aus dem MSG-Forum sie in einem (weiteren) Hilfseinsatz abgeschnitten (DANKE!).





Hier nochmal das große Bourbon Beet am Teich ...





mit Astern...




und Verbena bonariensis letzte Woche...





und im Vergleich dazu nach deren Rückschnitt. Jetzt kann man auch endlich den hübschen Kohl richtig sehen. 
- Übrigens werden die abgeschnittenen Astern und Verbena bonariensis gerne abgegeben: Letztere haben in geschützteren Lagen durchaus Chancen, den Winter zu überstehen und dann nächstes Jahr früher zu blühen. Im Rosenpark ist es dafür zu kalt.






Ein Neuzugang im großen Bourbon Beet ist die lang ersehnte Hersilie Ortgies, die mir Corinna (von Historische Rosenschätze) im Juni als Containerpflanze mitgebracht hatte...





Sie fühlt sich offensichtlich schon sehr wohl an ihrem neuen Platz und ist eine echte Bereicherung.






Der Weg zwischen Damaszener - (links) und großem Bourbon Beet (rechts) in Richtung des kleineren Bourbon Beets. 
Das Foto ist noch aus der letzten Woche, inzwischen sind die Astern verblüht (und können jetzt - Wink mit dem Zaunpfahl - noch leichter umgepflanzt werden).






Ein Blick über den Westgrasweg in Richtung Norden. Die nördlichen Bereiche, die man ganz hinten erahnt, sind noch zu unaufgeräumt, um fotografiert werden zu können.





Darum traue ich mich diesmal auch nur bis zum vorderen Bereich des Alba Beets vor, wo es seit den Aufräumarbeiten der letzten Wochen wieder/noch ganz ordentlich aussieht. Die blühende Rose links im Bild müßte Perle von Amöneburg sein.






Weiter vorne im Alba Beet blühen u. a. noch diese blauen, äääh, Altersheimer-Pflanzen (bin grade etwas übermüdet und mir fällt der Name nicht ein, nur noch, daß sie ein Geschenk von Marcir waren- Nochmal DANKE!). Sie sind sehr hübsch, aber auch sehr groß geworden, deshalb werden sie demnächst (wenn da aufgeräumt ist) in die Nordreihe umgesiedelt. - PEROVSKIA natürlich, danke für die Erinnerungsauffrischung!





An der Ecke zum Westweg blühen noch immer Nahéma, die zweite Pflanze Hl. Elisabeth und eine Perle d´Amour.





Auch noch immer begeisternd: William Jesse im kleinen Bourbon Beet.





Immer wieder einzigartig: Die bezaubernd variablen Blüten von Mme Cornélissen.





Hier ein Habitusfoto.







Delphinium und Astern im kleinen Bourbon Beet letzte Woche.





Mayor of Casterbridge-Blüten (ebenfalls von letzter Woche) aus der Westreihe, (viel kräftiger im Farbton als die früheren),






...die inzwischen weitgehend bis nach vorne (in Richtung Eingang) aufgeräumt ist.





Ein Blick zurück nach Norden bei dramatischem Vor-Regen-Abendlicht.





Und ein Stückchen weiter, mit Vorfreude auf alle neuen Rosen, Stauden und Blumenzwiebeln, für die es jetzt Platz gibt.





Auf der rechten Seite des Westwegs blühte letzte Woche noch Jacques Cartier.





Marie de St. Jean, ganz vorne, am Anfang des Portland Beets, blüht immer noch, obwohl es inzwischen heftig geregnet hat.





Zum Abschied für heute noch ein Blick aus dem Pavillon: Die Schubkarre steht bereit für den nächsten Einsatz, über den ich euch berichten werde. Sowie ein dickes DANKE SCHÖN an alle freiwilligen Helfer, die immer mal wieder vorbeikommen, wenn sie grade Zeit haben.

Ergänzung: 
Der gestrige Foto"rundgang" hat 15 Minuten gedauert (der von letzter Woche etwa 10), dann war das Akku alle. Es blühen also noch mehr Rosen, die ich nur wieder nicht fotografieren konnte. Letzte Woche hatten z. B. auch noch viele "Blaue" richtig schöne Blüten, aber es gab zuviel anderes zu tun (sorry!) und nach dem heftigen Regen am Wochenende waren die meisten Blüten dann zermatscht. Wenn also jemand anders Fotos machen möchte: Gerne!

Ebenso freue ich mich über alle, die noch Stauden u. a. adoptieren möchten. Es müssen immer noch sehr viele entfernt werden, die ich sehr ungern kompostieren würde.

Ich wünsche uns allen FRIEDLICHE Zeiten und alles Liebe, 
Raphaela