Dienstag, 15. September 2020

Herbstbeginn


Der letzte Rosenpark-Herbst...

Aktualisierung (28.9.): 

Für Samstag (3.10.) und Sonntag (4.10) können für reservierte Rosen im Alba Beet und in der Nordreihe per mail Einzeltermine zum Ausgraben vereinbart werden (info@l-age-bleu.de). 

Ergänzung (29.9.): Wer Ausläufer im/am Rugosa Beet und/oder von Gallicas reserviert hatte, kann sich dafür auch eine Termin geben lassen.

Bitte Müllsäcke und Zeitungs-/Küchenpapier, bzw. für kleinere Rosen Eimer mitbringen.

Und noch eine Aktualisierung: Heute (29.9.) hab ich mitten im Orange Beet, in dem ich selbst fast vier Jahre nicht war und niemanden autorisiert hatte, es zu betreten, eine "reservierte" Rose gefunden. - Davor und drum herum sind mehrere Raritäten zertreten worden, die im Dickicht nicht zu sehen waren: Zwei sind dadurch komplett abgestorben, zwei weitere Pflanzen haben nur noch je einen Trieb...

Wenn ich solche "Reservierungen" finde, tue ich folgendes: Ich sammle das Namensschild der Person ein, um es zu entsorgen. Vorher präge ich mir den jeweiligen Namen sehr gut ein...So jemand bekommt von mir nicht mal ein Gänseblümchen.

Am Eingang hing das ganze Jahr ein Schild des Inhalts "Bitte die verwilderten Bereiche nicht betreten, da sonst kleine Rosen zertreten werden". Zusätzlich habe ich Leute, die sich solchen Bereichen näherten, immer wieder gebeten, bitte auf den Wegen zu bleiben...Manche Leute können offensichtlich mit freundlichen Bitten und Aufforderungen nichts anfangen. Was diese *** stattdessen brauchen, kann ich hier nicht schreiben.

Wessen gesunder Menschenverstand nicht ausreicht, Gefahren für noch von Unkraut verdeckte Rosen zu erkennen, ist m. E. auch nicht in der Lage, für Kulturpflanzen zu sorgen. So jemand sollte dankbar für unkaputtbare Pflanzen wie z. B. Ackerwinden und Brennesseln sein. Die seien ihm auch von Herzen gegönnt.

Wem es sch...nurzegal ist, was er alles zerstört, solange er etwas für SICH "reservieren" kann ("meins, meins, meins!") ist auf der ethischen Ebene kein Stückchen besser als die widerlichen Diebe, die u. a. besondere Rosen (u. a. einen Bourbon-Sämling von mir) und Stauden gestohlen haben, die ich mit den Helfern teilen wollte.

So oder so: Solche Leute sind keine, waren nie und werden niemals echte Gärtner sein. 

Wenn ich so jemanden erwische, muß er sehr schnell laufen können: Ich kann nicht dafür garantieren, meinen Jähzorn dann noch unter Kontrolle zu haben. 

Die meisten Pflanzeninteressenten und Parkbesucher sind so nett und vertrauenswürdig wie der größere Teil der Menschheit insgesamt. Es ist ein echter Schaden (auch in zeitlicher/organisatorischer Hinsicht), jetzt alle beaufsichtigen zu müssen, weil ein paar Exempel menschlicher Dummheit und Niedertracht sich schändlich benehmen. Tut mir echt leid für alle anderen :-/



...von dessen Ende die Schmetterlinge noch nichts wissen.
(Dieses Foto eines Perlmuttfalters und das folgende wurden letztes Wochenende von Ulrike Schlang fotografiert. Danke!)





Im Augenblick gibt es (nicht nur für sie) Schutz und Nahrung genug.



Auch die Lebewesen im und am Teich ahnen nicht, was die Zukunft bringt.



Den Helfern und mir bringt die Einebnung des dschungeligen Tierparadieses mehr Arbeit als üblich: Bis Ende September muß der größte Teil der Stauden weg sein.
Danach beginnt das Ausgraben der kleineren Rosen und schon am zweiten Oktober-Wochenende ist der erste Baggertermin.

Bis dahin ist noch viel zu organisieren, wiederzufinden, freizulegen und zu etikettieren. Das Gestrüpp muß sortiert und weggeschafft (holziges Material auf den Schredder-, weiches auf den Kompostplatz), Gehölze zurückgeschnitten und die sperrigen Äste zum Sammelplatz geschleppt werden. Termine wollen koordiniert sein und Unterstützer gefunden (speziellen Dank an Fee!), tausend Kleinigkeiten bedacht, um einen möglichst reibungslosen Ablauf sicherzustellen.

Wer schon Gehölze reserviert hat, sollte nicht vergessen, die Reservierung/en bis zum 23. September per mail zu bestätigen (info@l-age-bleu.de). 

Unter "Verkauf" werden bald Rosen und andere Pflanzen eingestellt, die noch einen neuen Platz brauchen. Falls noch Etiketten lesbar sind, mit Namen, falls ohne Etikett, mit Beschreibung.
Über Rosensorten kann man sich u. a. hier informieren (Rosennamen jeweils in´s Suchfeld eingeben):

Interessenten können die vorgestellten Pflanzen dann per mail reservieren. Dafür brauche ich dann jeweils eine kurze Beschreibung des zukünftigen Standorts (Boden- und Lichtverhältnisse) um zu entscheiden, ob er passt oder es eine andere Rose gibt, die dort besser gedeiht.

Der Park ist nur noch nach Anmeldung per mail zu besuchen. 
Es gibt keine Öffnungszeiten mehr.

Einzeltermine zum Ausgraben/Abholen von Rosen und anderen Pflanzen werden ebenfalls per mail vergeben.

- Traurig, daß solche Maßnahmen nötig sind und die Majorität der netten und anständigen Besucher und Pflanzeninteressenten vom Mißtrauen mitbetroffen wird, das durch ein paar Skupellose verursacht wurde. Anders geht es aber leider nicht (mehr). 

Piet hat während meiner gestrigen Container-Gießrunde ein paar Fotos gemacht...



Das Apricot Beet ist zu vier Fünfteln freigelegt (Aktualisierung 28.9.: Im Sonnenuntergangs-Bereich müssen noch die beiden Gelben und zwei Drittel des Orange Beets freigelegt werden) .

Etwa die Hälfte der Rosen hat dreieinhalb Jahre Pflegelosigkeit unter Brombeeren und Brennesseln überlebt.
Es hätten mehr sein können wenn niemand reingelaufen wäre und dabei kleine Rosen, die im Dickicht verborgen waren, zertreten hätte.

Auch darum ist das Betreten der Beete ohne spezielle Aufforderung verboten.

Aktualisierung (28.9.): Im Apricot Beet haben auch einige solch zarter Schönheiten überlebt (die beiden folgenden Fotos wurden von Anja Appel gemacht. Danke!):
  

Diese Überlebende sieht aus, als ob sie aus der Myroses-Kollektion stammt.



Das hier könnte eventuell Café sein, oder? Unglaublich, aber wahr: Julia´s Rose hat auch überlebt. - Korrektur (29.9.): Ist wohl doch keine Café, möglicherweise aber ein zweite, überlebende Julia´s Rose.

 

Die freigelegten Rosen ...



... beginnen mit Neuaustrieb und Knospenbildung...



... sobald sie wieder Luft und Licht bekommen.



Die meisten Stauden und Blumenzwiebeln sind hier schon evakuiert.



Das Rote Beet ist erst zu einem Drittel freigelegt (Aktualisierung 28.9.: inzwischen fertig). Auch hier gibt es schon mehr Überlebende als zu erhoffen gewesen wäre.



Hinten erkennt man den "Vorher-", vorne den "Nachher"-Zustand.

Das Finden und Freilegen teilweise winzigster Rosenreste erfordert Erfahrung, darum mache ich es lieber selbst.
Mit Helfern, an die Brombeerranken und volle Unkrauteimer weitergereicht werden können, geht es viel schneller voran (DANKE dafür an die Unermüdlichen!).

Der "Vorher-Zustand" besteht leider auch noch bei den beiden Gelben und dem Orange Beet im Sonnenuntergangs-Bereich, in der Ostreihe und bei den Multifloras und Chinensis auf der anderen Seite des Laubengangs. Dabei läuft die Zeit unerbittlich...



In einigen Bereichen, wie hier dem Creme Beet, gibt es kaum noch Stauden und die Rosen können vor ihrem Umzug nochmal etwas Kraft tanken.



Auch in der Westreihe...



...ist es in weiten Teilen...



... schon sehr übersichtlich.



In anderen Gegenden...



...wogt das Leben noch...



...als ob es ein Morgen gäbe.



Besonders die Verbenen...



...scheinen kaum weniger zu werden. ...



...Obwohl schon Tausende in Eimern und Gefäßen neuen Heimaten entgegen gereist sind. Oft bis zum Auto begleitet von Schmetterlingen und Bienen.



Der Nordreihe ist kaum noch anzusehen, daß sie im Frühsommer aufgeräumt war.



Bleibt nur zu hoffen, daß die öfterblühenden Ahrensburger und anderen Kleinstrauchrosen der vorderen Reihe nicht vor ihrem Umzug wieder von Gras und Co überwuchert werden.



Unsere Verkaufstische am Wasserbottich müssen bald einem Sammelplatz für Rückschnitt-Holz weichen.

Hinten am Teich gibt es noch letzte Blutweiderich-Blüten. Rückschnitt würde eine Nachblüte bringen aber dazu fehlen in diesem Herbst Zeit und Motivation.



Caro und Ariane hatten auch den Verkaufsstand am früheren Pavillon-Standort liebevoll vorbereitet und dekoriert. DANKE!



Kaufinteressenten für Container-Pflanzen und den Garten-Flohmarkt müssen jetzt ebenfalls Termine per mail vereinbaren, nachdem es keine Öffnungszeiten mehr gibt.

Auch hier werden Töpfe, Tische und der Rest bald einem Rückschnitt-Sammelplatz weichen müssen.

Der Pavillon ist im Hausgarten aufgebaut und gestrichen, noch fehlen allerdings das endgültige Dach und die Bepflanzung. Fotos gibt´s davon dann später mal.



Diese Rose wurde, wie viele andere, erst letzten November gepflanzt. Sie ist schon reserviert, aber einige weitere Interessenten fragten nach der Sorte: Sie heißt Lise Noorgard und ist im Fachhandel erhältlich, bzw. bestellbar.

In welchen Beeten/Bereichen als nächste die kleineren Rosen gerodet werden, stelle ich rechtzeitig hier ein. Nach Bestätigung und Abgleich der Reservierung/en dann zum Abholen bitte Einzeltermine per mail vereinbaren.



Im großen Remontant Beet fehlen schon einige Rosen, die bereits im Frühling umgezogen sind, und auch relativ viele Stauden. Wesentlich leerer wirkt es trotzdem noch nicht.



Auch am Teich wirkt die Rundum-Bepflanzung noch recht üppig.



Ein neues Zuhause brauchen u. a. noch verschiedene, violett-blaue Wiesen-Iris (Iris sibirica).



Herbstastern sind teilweise reserviert, einige aber auch noch abzugeben.



Dieser Euonymus soll eine Lücke am rückwärtigen Hausgarten-Zaun abdichten, wo Koniferen seltsamerweise (?) trotz ausreichender Wassergaben immer wieder eingegangen sind. 

Die Park-Euonymus-Pflanzen hatte ich vor Jahren aus einer Biomüll-Tonne in Lütjensee hängen sehen und mitgenommen. Das abgebildete Exemplar sollte also so schnell nicht umzubringen sein und in der Lage, frostempfindlicheren Rosen Schutz vor Ostwind zu geben (und uns vor Einblicken).



Hier stand bis vor kurzem das Eintrittshäuschen. 
Die Betonplatten müssen noch zum Hausgarten transportiert werden. Auch für Unterstützung bei Transportarbeiten bin ich immer sehr dankbar.



Ein letztes Foto von einer der Dawn Crests, die mittlerweile alle reserviert sind.
Eine wunderschöne Sorte, für die ich leider keinen Platz habe: Vorrang haben historische Raritäten und Rosen, die ursprünglich im BLAUEN GARTEN standen.

Letzterer macht leichte Fortschritte (es muß ja auch noch viel vorbereitet werden für die hundert bis hundertfünfzig Rosen, die dorthin umziehen sollen), ist aber immer noch Baustelle. Deshalb diesmal keine Fotos davon.
 


Eins der letzten Bilder mit Insekten-, Vogel- und Amphibien-Idylle statt Beton und Zerstörung.
Die Erinnerung bleibt und wird vielleicht dazu beitragen können,  ähnliche Zerstörungen an anderen Orten zu verhindern.

In diesem Sinne VLG, 
Raphaela und Rocco

Nous sommes Donbass!

Heimatliebe ist kein Verbrechen.

Free Julian Assange!