Freitag, 21. Juni 2019

Sommer!


Der Duft von Donaunymphe ist sehr intensiv für eine kleinblütige Sorte und hat neben verströmender Süße auch die an Weihrauch erinnernde Note echter Moschatas.




In diesem Sommer ist alles dabei: Abwechselnd schwüle Hitze, Gewitter und Regen satt: Foto von Gruß an Labenz nach einer Starkregennacht. Inzwischen gab es davon noch mehr und die meisten Rosenblüten halten sich dafür erstaunlich gut.




Nochmal Gruß an Labenz, diesmal mit Besuch. Im l´âge bleu Rosenpark herrscht in diesem Sommer kein Mangel an Insekten, was besonders die Vögel freut. Ihr Lautstärkepegel ist entsprechend hoch.




Am beliebtesten bei den Hummeln ist derzeit Natternkopf (Echium plantagineum). Der ist schon voll aufgeblüht während das Purpur-Leinkraut (Linaria purpurea) sich grade erst anschickt.
Die Rose im Hintergrund ist Rose de Alhambra.




Vor dem Bogen, unter dem es in das kleine Remontant Beet geht, hat Juno ihre Knospen geöffnet.




Daneben verträgt sich Chénédôlé sehr gut mit einer grazilen Rapunzel-Glockenblume.




Im kleinen Remontant Beet habe ich heute (also gestern) mal wieder Unkraut gerupft, nach dem Regen wächst es besonders schnell nach.

Ein paar aktuelle Eindrücke vom großen Remontant Beet:




Auch hier, in eigentlich schon zurückerobertem Gebiet,...




...war (bzw. ist, ganz fertig bin ich da noch nicht) schon wieder viel zu tun....




...Die Kante z. B., zuletzt Ende April abgesodet, war schon wieder bis in´s Beet gewachsen, allerlkei "Lieblingskräuter" hatten einen neuen Übernahmeversuch gestartet und die Rosen brauchten eine Ausputzaktion. 




Auch gegenüber, an der Rückseite des kleinen Remontant Beets, stand das Gras wieder kniehoch. Hinten rechts kann man es noch erkennen. 
Die Rose, die halb über den Weg hängt, müßte Crimson Blush sein (jedenfalls eine der tollen Sorten von Rolf Sievers).




Hier sind (vor zwei Tagen) die Kanten beiderseits des Südwegs schon freigekämpft. Weil das Gras zu nass zum Mähen war, mußte es teilweise per Haushaltsschere abgeschnitten werden.




Bis zu Tour de Malakoff (auf diesem Foto schon neu aufgebunden) kann man jetzt also bequem über frisch geschorene Wiese laufen und muß sich keine Pfade mehr durch hohes Gras bahnen. 




"Raphaël" mit der Stauden-Clematis Arabella auf der Rückseite des großen Remontant Beets. 




L´Évêque am Weg zum Pavillon.




Schräg gegenüber eine auseinandergefallene Red Damask (diese Sorte braucht mindestens zweimal jährlich starken Rückschnitt). 




Rudelsburg




Damaszener-Überschwang.




Dresdner Frauenkirche (vorne) und Gerbe Rose (dahinter) am Teich. Amélie la bête (links hinten) öffnet grade die ersten Blüten. 




Portland Rosen (ganz rechts Glendora).



- Weiter geht´s mit Fotos, die Purpurhexe (nochmal DANKE!) am letzten Wochenende gemacht hat:




Trompeter von Säckingen




Alba semiplena




Im Zwiegespräch: Petite de Hollande (links) und Alain Blanchard (rechts).




Sissinghurst Castle




Violacea




Haddington





Beau Narcisse




Aimable Amie




Versicolor (Rosa mundi)



Fürstin Leonille




Charles de Mills




Marcel Bourgoin



Jenny Duval



Blanchefleur am Teich.




Félicité Bohain




Reine Blanche



Henri Martin



R. centifolia muscosa "alba"



Nuits de Young



Laneii



William Lobb



"Joséphine de Beauharnais"



Blanche Moreau



Baron de Wassenaar



Hansa



Amy Robsart in der Westreihe: Trotz nochmaligem Frühjahrs-Rückschnitt auf die halbe Höhe voller Blüten. 




Purple Splash in der Westreihe.




Bouquet blanc




Chénédôlé




Gloire de Guilan




Duc de Cambridge




Mme Hardy




Pink Leda




Quatre Saisons




Pickering Four Seasons




Jacques Cartier




Rose du Roi




Duchesse de Montebello




Prince Charles



Sir Joseph Paxton




"Nissen Centifolie"




Prince Frédéric II de Prusse




Gela Tepelmann




Nochmal Gela Tepelmann (links) mit der stachellosen Indra (rechts, mit den größeren Blüten).



Der Teich am Morgen nach einer verregneten Nacht...




...präsentierte sich im sonnigen Tagesverlauf wesentlich freundlicher.




Standhafte, bzw. wieder aufgerichtete Rittersporne im kleinen Bourbon Beet.

- Zum Abschluß nochmal ein Bild von Donaunymphe. So schließt sich auch dieser Kreis:




Auf daß der Sommer viele weitere Blüten und Früchte bringe!


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- Ein paar Eindrücke aus dem Hausgarten gibt es auch noch:




Jacques Cartier (links) und Blush Noisette ( -Hochstamm, rechts)




Von der anderen Wegseite: Donanymphe (vorne) und Ombrée parfaite (dahinter).




Abendstimmung...




...mit Ispahan.



Climbing Souvenir de la Malmaison




Endlich wieder Rittersporn...




...im langsam wieder erblauenden Hausgarten.




Duc de Cambridge. Im Hintergrund Mme Plantier.




Spirit of Freedom (links) mit Jenny Duval (dahinter) und Geoff Hamilton (rechts) am Rosenbogen. Im Hintergrund Marie Helene am Steingarten und Climbing Iceberg in der Konifere.




Geoff Hamilton aus der Nähe.



Othello hat jetzt auch den Bogen neben dem Birnbaum erobert. Darunter die erste Blüte des neuen Baby-Souvenir du Docteur Jamain.



Lavender Lassie




Auch rund um die hintere Terrasse dominieren jetzt die Teppich-Glockenblumen (Campanula poscharskyana).




Shabby Chic mit Lavendel.




René d´Anjou




Reine des Violettes (Weingart-Variante)...




...und Marie Helene an der Gartentür-Terrasse.


Bis bald und VLG,
Raphaela und Rocco


Nous sommes Donbass!

Heimatliebe ist kein Verbrechen. 


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Politik, Gesellschaft und Persönliches:

Leseempfehlungen - wie immer und solange es sie noch gibt - gelten wieder vor allem diese Blogs:

https://dushanwegner.com

https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna

sezession.de

http://www.politikversagen.net


Im Alter von ca. 12 Jahren, als mir die Greuel des NS-Regimes voll bewußt wurden, habe ich mir vorgenommen, niemals wegzugucken und still zu bleiben, sollte es in meinem Land nochmal Vorzeichen der Errichtung einer neuen Diktatur geben.

Inzwischen braucht man sehr große Scheuklappen, um diese Vorzeichen weiter ausblenden zu können: Es herrscht ein Klima der Einschüchterung (auch durch Gewalt gegen Leib, Leben, Angehörige und Eigentum Oppositioneller) und der Angst, durch "regierungsfeindliche" Äußerungen Arbeitsplatz, Wohnung und soziale Existenz zu verlieren.

Wer etwa zum Thema Migration die Einstellung hat, die nicht nur Willy Brandt, Helmut Schmidt oder Helmut Kohl vertreten haben, sondern die auch in fast allen anderen Ländern und Bevölkerungen weltweit normal ist, dem droht neuerdings sogar der Entzug der Grundrechte. 

Opposition gegenüber den Herrschenden als (noch "nur") "Meinungs"-Verbrechen. - Wie deutlich müssen die Diktatur-Vorzeichen noch werden bevor die Naiven aufwachen? 

Je länger ich die Entwicklung hierzulande beobachte,desto größer wird meine Fassungslosigkeit: "1984", "Schöne, neue Welt", "Die Farm der Tiere" u. a. sind inzwischen keine dystopischen Fantasien mehr, sondern werden täglich realer.

Angesichts der anhaltenden Realitätsverdrängung und Lethargie hierzulande läßt sich auch kaum mehr leugnen, daß es sowas wie einen "Nationalcharakter" gibt und der der Deutschen immer noch und immer wieder von Naivität und Obrigkeitshörigkeit geprägt ist.

Was einen auch zum Verzweifeln bringen kann: Die Hybris derer, die glauben, Deutschland könne schaffen, woran viele andere Nationen (wie z. B. Schweden) gescheitert sind und daß - wieder mal - "am deutschen Wesen die Welt genesen" sollte. Auch Größenwahn scheint weiterhin ein fester Bestandteil des deutschen Nationalcharakters zu sein. Lehren aus der Geschichte? - Fehlanzeige.

Was einen vor der Verzweiflung rettet: Erstens die Gewißheit, daß das Schöne, das Gute und das Wahre bestehen bleiben und zweitens schwarzer Humor.

Eindrucksvolle Beispiele von beidem sind so fest gespeichert, daß auch der Verlust der realen Nachhör- bzw. Lesequellen (z. B. durch Zusammenbruch der Energieversorgung oder Komplettverbote) sie unvergesslich bleiben läßt. Selbst in  "finsteren Kerkern" (4. Strophe von "Die Gedanken sind frei"), die für Oppositionelle von einer (in Demokratien) fernen Vorstellung hierzulande zur näherrückenden, realen Bedrohung werden.

Mutig ist nicht, wer die Realität verleugnet und in einer Einheitsfront, angeführt von den Mächtigen, mitmarschiert. Wirklicher Mut zeigt sich z. B. in der Bereitschaft zu persönlichen Opfern beim Einsatz für das Schöne, Gute, Wahre. Erst recht in einer täglich klarer erkennbaren Diktatur.

Ich hoffe, weiter mutig sein zu können und bitte alle Angehörigen, die durch mein Nicht-still-bleiben-Können eventuell Nachteile erleiden, dafür um Verzeihung.