Mittwoch, 22. April 2020

Frühlingsimpressionen


Vielleicht macht dieses Foto von Phlox subulata "Purple Beauty" ein bißchen deutlicher, warum ich noch nicht alle Stauden weggegeben habe: Dieser Frühlings-Blütenteppich sollte noch einmal erlebbar sein.

Aktualisierung (5. Mai):
Elbfee aus Hamburg hat heute weitere Sommerblumen ausgesät und neue Fotos gemacht, die man hier (mit etwas Scrollen) findet:
https://forum.mein-schoener-garten.de/viewtopic.php?f=7&t=4828965&start=15

Gebraucht werden zur Zeit vor allem mittelgroße Staudentöpfe. Wer welche übrig hat darf sie gerne vorbeibringen.

Dann suchen wir immer noch jemanden, der mal eine Schubkarre (bzw. bei den meisten: Deren Reifen) flicken kann. Es gibt insgesamt ca. fünf aber nur eine ist benutzbar. Das macht die Arbeit nicht leichter.  

Auf der Hausgarten-Baustelle stockt es, weil sich bisher niemand gefunden hat, der die (gestapelt im Weg liegenden) Pavillonteile reparieren (abbürsten, einige Holzteile ersetzen und dann ölen, Material ist da) und danach wieder aufstellen kann. Da wäre Hilfe ebenfalls dringend nötig. 

Ansonsten geht es langsam aber stetig voran. Inzwischen sind u. a. die gelben Wildrosen freigelegt und werden bald prächtig blühen :-)



Obwohl es schon seit Wochen extrem trocken ist und zwischen den Pflanzen - teilweise sehr brutal - gegraben wurde, geben sie nochmal alles.



Für uns Menschen gehört dieser Anblick zu einer der letzten Anmutungen einer Art "Auenland bei Labenz"*, für die vielen Vögel, Insekten und anderen Parktiere bieten u. a. diese Pflanzen ein letztes Mal Nahrung, Brutmöglichkeiten und sichere Verstecke.

Jetzt ist es offiziell: Das Gelände des Rosenparks wird zu einem von der Gemeinde Labenz angeforderten "Bedarfsgebiet" für eine überregionale Rettungswache (mit Hubschrauber-Landeplatz), Recycling-Zentrum und weiterem Gewerbe. 
Sogar der Knick ist im Plan (veröffentlicht in der letzten Ausgabe von "Labenz live") inbegriffen: Offensichtlich soll kein Fitzelchen von organischem Leben übrig bleiben.

Klar: Ein Unmensch, wer etwas gegen verbesserte Rettungsmöglichkeiten für die Bürger hätte, Gewerbeansiedlungen oder einen Recycling-Hof...
Ganz sicher gäbe es für diese Bauvorhaben aber andere mögliche Standorte als das artenreichste und (über-)lebenswichtigste Rückzugs- und Brutgebiet in der ganzen Umgebung für so viele Tiere (neuerdings auch Fasane) und Pflanzen. 

Ein Labenzer hatte dem Bürgermeister vorgeschlagen, aus dem Rosenpark eine Art "Rosen-Ruhewald" zu machen. Dessen Gegenargument lautete, daß es für die Gemeinde zu teuer sei, einen Gärtner dafür einzustellen.

Dabei wollte "die Gemeinde" vor zehn, elf Jahren den Park übernehmen/komplett finanzieren (vorausgesetzt, die anderen Vereinsmitglieder hätten mich als Vorsitzende von Lost Beauties abgewählt) und hätte dafür auch gerne durch größere Zahlen von Beitritten die Mehrheit im Gründungsverein Lost Beauties e. V. erreicht...

Die regionalen Mitglieder haben sich loyal verhalten (es gab unter ihnen auch niemanden, der den Vorsitz hätte übernehmen wollen). Hauptsächlich, um sie vor möglichem Druck zu schützen (vielleicht hätte sonst "zufällig" zukünftig ihr Straßenabschnitt häufiger teuren "Ausbesserungsmaßnahmen" unterzogen werden müssen o. ä), hatte ich damals den Entschluß gefasst, den Park in privater Trägerschaft weiter zu führen. 

Die Spatzen im Dorf pfeifen es von den Dächern und wer die letzten fünfzehn, (zweiund-) zwanzig Jahre seiner Geschichte ein bißchen kennt, weiß, daß es ganz sicher kein "Zufall" ist, daß "die Gemeinde" unbedingt und "alternativlos" den Rosenpark zu einem Gewerbegebiet planieren "muß".

Verständnis und Mitgefühl für jede verletzte Kinderseele. Beides ist aber da stark begrenzt, wo aufgrund persönlicher Traumata ein solches Maß an Zerstörung von Lebewesen, Zukunft, Artenvielfalt, Natur und Schönheit betrieben wird. 
Nein: Niemand wird mich je wieder dazu bringen, ihn als Menschen zu hassen und damit selbst destruktiv und zu einem Opfer zu werden. Allerdings werde ich zu diesem Frevel auch nicht schweigen.

Allen an diesem Verbrechen gegen das Leben selbst Beteiligten soll lautes Hohngelächter begegnen, wo sie es nochmal wagen sollten, z. B. die Worte "Biodiversität", "dramatisches Vogel- und Insektensterben", "Naturschutz" oder "Lebensräume" auszusprechen oder nieder zu schreiben: Die Masken von Heuchlern halten nie lange.

* Der Vergleich mit dem Auenland stammt übrigens nicht von mir sondern von einer Besucherin. Wer mal den "Herrn der Ringe" gelesen hat, weiß, wie die Geschichte weitergeht...

Der Gärtner Samweis Gamdschie verteilt die Saat, die er von den Elben erhalten hat, über das Auenland und die Welt und trägt damit zur Heilung der Zerstörungen durch Sauron und Saruman bei.
Niemals wird das Böse (wozu vorsätzliche Destruktivität unzweifelhaft gehört) siegen können. Immer trägt es den Keim zur eigenen Unwirksamkeit in sich. 

Was "die Gemeinde" mit all ihrem Einfluß ( u. a. auf "Umwelt"verbände, Kreis- und Landespolitik, etc) und all ihrer Macht letztendlich erreichen wird (außer dem Dorf den letzten Rest an Charme, Seele und Heimat zu nehmen) ist, den Rosenpark aus der realen in die virtuelle Welt zu entrücken: 
Je kompletter seine Auslöschung im Hier und Jetzt, desto stärker wird seine Wirkung im virtuellen Raum sein. 

Jedes Saatkorn, jedes Staudenstück und jeder Ausläufer, der seinen Weg in andere Gärten gefunden hat (und findet), jedes der vielen, wunderschönen Fotos, die davon gemacht wurden (und werden) und jede Erinnerung an seine Düfte, Ausblicke und Lebenswelten wird dadurch zu etwas Unsterblichem beitragen: Einem Mythos. Und der ist unbesiegbar.

Wir Menschen sind Staubkörner im Universum. So kurz und klein unsere irdischen Leben auch sind, so stellen sie uns doch vor individuelle Aufgaben. Eine der grundsätzlichsten ist, sich jeden Tag und jede Minute neu zwischen dem Konstruktiven und dem Destruktiven zu entscheiden...


Zwischen L´Évêque (links) und Duchesse de Montebello kann man jetzt in´s große Remontant Beet schauen: Der Schmetterlingsflieder, der zwischen ihnen stand, wächst jetzt in Berkenthin weiter. 

Das Selbstausgraben von Pflanzen ist momentan größtenteils beendet: Es ist zu trocken für Verpflanzungen in´s Freiland.

Alle, die schon Rosenpark-Pflanzen ein neues Zuhause gegeben haben, möchte ich nochmal eindringlich daran erinnern, sie oft und durchdringend genug zu wässern. Was nach einiger Zeit noch nicht oder nur zögerlich austreibt, sollte zusätzlich komplett zurück geschnitten und eventuell auch schattiert werden. - Danke! :-)



Auf der Rückseite des kleinen Remontant Beets sind die großen Buchse schon ausgezogen. So wird es später einfacher, an die großen Pflanzen mit Maschinen heran zu kommen. Die meisten Remontant Rosen sind aber noch da und werden im Juni üppig blühen.




Im vorderen Teil der Südreihe ist es schon ziemlich leer: Die große, schwarze Johannisbeere wird hoffentlich in Sachsen-Anhalt einer großen Familie viele köstliche Früchte schenken, einige kleinere Rosen einer Hamburger Schrebergarten-Anlage zusätzliche Schönheit bringen, einige Pflanzen wohnen jetzt in der Schmiedetwiete und der Rest ist für verschiedene Projekte und Leute reserviert (unter anderem ein Wilhelm für Willem ;-)).




Phlox subulata "Emerald Cushion Blue" am Anfang des Portland Beets. Mir gefällt seine Farbe eigentlich noch besser als die von "Purple Beauty", leider remontiert er aber weniger. 

Stücke davon und von vielen anderen Stauden werden (je nach Wetter- bzw. Feuchtigkeitssituation) ab Juli abgegeben. - Ich bitte um Verständnis dafür, noch nicht alle Insekten-Nahrungs- und Seelentrostquellen für Menschen sofort weg zu geben. 



Am West-Wiesenweg sind schon teilweise die Kanten abgestochen und dank - mit Abstand arbeitenden - freiwilligen Helfern sogar die Soden größtenteils (ich liefere immer mal wieder Nachschub ;-)) abgefahren. - DANKE euch! :-)




Auch das Damaszener Beet verspricht eine reiche Blüte. Dieses Jahr noch in Labenz, nächstes (spätestens übernächstes) Jahr (im Fall der sommer-blühenden) dann im Rosenprojekt von Familie Peters.

Die alte Linde an der Landstraße im Hintergrund gehört zu den letzten Überlebenden der Straßenbegradigung in den Achtzigern (es war davor eine romantisch gewundene und schattige Lindenallee) und ist der Sommer-Wohnsitz vieler Bachstelzen. Wie lange sie wohl noch weiterleben darf?



Vom Creme Beet aus ist der Blick jetzt frei bis zum Gartenhaus (das noch zu vergeben ist). Die Koniferen an der Ecke des TH Beets (rechts) sind schon umgezogen. 

Der große Hibiskus in der Bildmitte (er steht im Sämlingsbeet) ist der letzte und auch schon reserviert. Die anderen drei wachsen jetzt auf dem Berkenthiner Friedhof weiter. 

Sie wurden gemeinsam in der hektischen, trockenen und heißen Zeit vor der Eröffnung (im Juni 2009) gebracht. Von einem Herrn, der in der Zufahrt mit seinem Hänger anhielt und fragend rüber rief: "Nehmen sie auch Hibiskus oder soll ich gleich weiter zur Gründepone fahren?"

Die beiden damaligen ARGE-Helfer und ich haben, neben einer frisch eingetroffenen Ladung seltener Buchse, einem Anhänger mit Hochstamm-Obstbäumen und diversen anderen, wurzelnackten Pflanzen, auch diese großen Büsche irgendwie in die Erde gebracht und am Leben erhalten. Sie werden auch den neuen Umzug überstehen. 



Ein Blick am Creme Beet (links) vorbei auf Klaras Zierkirsche (für die sich im Herbst hoffentlich auch ein Abnehmer findet).

Ihre ehemalige Besitzerin ist grade mal zwei Jahre tot...
http://www.l-age-bleu.de/2018/01/hommage-eine-besondere-rosengartnerin.html
...und sie fehlt hier so sehr...

Ich bin dankbar, sie kennen gelernt haben zu dürfen.



Die Zierkirsche aus etwas größerer Nähe: Eine so traumhafte Pflanze muß doch ein neues Zuhause finden können?



Das wünsche ich mir auch für den Süßkirschbaum (sein saurer, junger Kollege gegenüber hat schon einen Platz in Walksfelde gefunden). 

Jahrelang mußte ich seine extrem leckeren Früchte gegen Vögel und Besucher verteidigen. Letzten Sommer waren es so viele, daß wir sie nicht mal gemeinsam geschafft haben und auch dieses Jahr haben die vielen Knospen die Spätfröste unbeschadet überstanden.




Er kam vor ein paar Jahren als kleines Bäumchen mit einer großen Wunde am Stammansatz hier an. Lehmpackungen haben ihn gerettet (bitte niiiiemals künstlichen Wundverschluß verwenden: Lehm ist luftdurchlässig und heilt viel besser!) aber er hat lange gemickert. 
Inzwischen ist er (trotz meines unprofessionellen "Notwehrschnitts") sehr vital, frohwüchsig und reichtragend. - Ein Weiterleben hat er mehr als verdient. 




Aus purer, leckermäuliger Genußsucht hatte ich zwischen den (damals noch winzigen) Kirschbaum und die den Container-Stellplatz beschirmenden, ebenfalls samt und sonders geretteten Koniferen noch einen Felsenbirnen-Sämling gequetscht (wollte die Früchte in erreichbarer - und gegen Nahrungskonkurrenten verteidigbarer Nähe haben). 
Auch dieses Jungbäumchen ist inzwischen zu einer veritablen Pflanze geworden (die im Herbst nach Berkenthin umzieht). Noch freuen sich aber die Rosenpark-Insekten über die Blüten. 



Die Rosen des ehemaligen Pavillon Beets sind schon in Sicherheit. Die Stauden am vorderen Rand dürfen noch bis Juli blühen und duften. 
Dahinter sind viele Teppich-Glockenblumen aus dem Hausgarten und die ersten, getopften Verkaufsrosen aufgestellt.  

Sobald die Nachtfrostgefahr vorbei ist, kommen weitere Container-Rosen, die jetzt noch geschützt stehen, auf den Platz, wo der Pavillon stand. Dann gibt es hoffentlich auch mehr Mulch und Stroh, um die freiliegende Folie abzudecken. Vorher mag ich da selbst nicht hingucken :-/

Wer sich auskennt, sieht, daß auch rund um den Teich schon viele Rosen fehlen (sie sind teils in Walksfelde, teils in der Schmiedetwiete). Die restliche Randbepflanzung darf (und muß!) aber noch bleiben.



Dasselbe gilt für die lila Rambler: Sie hätten schon mehrfach einzeln Liebhaber gefunden, sollen aber 1. diesen Sommer nochmal richtig blühen und 2. hoffe ich immer noch, daß jemand sie "im Paket" übernimmt. Grade in der Kombination der unterschiedlichen Violett-Töne wirken sie besonders schön.


Die Lunarien zu Füßen der Rambler (hier von R. inermis "Morletii" am TH Beet) haben einen besonders tiefen Violett-Ton...


...Obwohl die im Hausgarten Wachsenden verpflanzte Sämlinge von ihnen sind, bleiben sie viel blasser. Es muß am Boden liegen...


...Oder an der speziellen Rosenpark-Magie: Hier wirkt immer alles blauer... 


... Das Abendlicht im Park ist ebenfalls immer besonders verzaubernd. Auch wenn es nur eine kaputte Bank beleuchtet, die auf ihren Transport in die Schmiedetwiete wartet (wo sie dann vielleicht -irgendwann- endlich repariert wird, irgendein Hobby braucht der Mensch ja ;-)). 

Das Eintrittshäuschen, das vorher dort stand, bekommt in Walksfelde bestimmt schneller ein neues Dach und kann dann im Herbst dort auch das Klohäuschen wieder treffen.


Zum Abschluß des Frühlings-Parkausflugs noch einmal Purple Beauty im kleinen Bourbon Beet: Die Schönheit dieser Pflanzen ist einfach überirdisch.

Der blaue Käfig schützt noch eine letzte, kleine Bourbon Rose, die auf´s Topfen wartet. Die anderen Kleinen sind schon in der Schmiedetwiete, teils ausgepflanzt, teils noch in Containern. Die verbliebenen Großen und Mittelgroßen sind reserviert und ziehen im Herbst als Kontingent um. 

Damit es zu den Juni-Veranstaltungen nochmal (im Rahmen der begrenzten Möglichkeiten) schön und harmonisch aussieht verspreche ich jede erdenkliche Mühe. Die Arbeitszeiten sind grade "nostalgisch", also fast wie vor der Eröffnung, und ich achte zusätzlich darauf, keine neuen Verletzungen zu riskieren.

Der Park hat einen würdevollen Abschied verdient. Man gibt ja z. B. auch kein geliebtes Haustier beim Tierarzt zum Einschläfern ab, wenn es nicht mehr zu retten ist, und schleicht sich feige davon... 
Wer etwas liebt, begleitet es durch alle Lebenssituationen (erst recht die schweren) und verhält sich ihm gegenüber verantwortungsvoll und loyal bis in den Tod (und darüber hinaus).
Nur wer Geliebtem die Treue hält, kann sich selbst treu bleiben. Und wer nicht liebt, lebt nicht. 

Daher lautet die Antwort auf die Frage "Ist es das* wert?" auch weiterhin und aus vollem Herzen: JA!

* mit "das" sind u. a. mein schlimmes Aussehen gemeint (selbst schau ich schon seit Jahren in keinen Spiegel mehr, besser iss ;-)), das auf eventuelle Gesundheitsgefahren hindeutet (fühl mich aber fit wie selten :-)), der Schlafmangel, die ungesunde (weil hektische und unregelmäßige) Ernährung, etc.

Für Diener der Schönheit ist das eigene Aus- (und An-) Sehen unwichtig: Man muß nicht selbst schön sein, um der Schönheit dienen zu dürfen. 

Tot umfallen darf ich allerdings erst ab 1. Januar 2021, wenn - hoffentlich! - alle Pflanzen (und soviele Regenwürmer, Molchlarven, etc wie möglich) vor der Zerstörung in Sicherheit gebracht sind. 
Was danach mit mir passiert, entscheidet das ALLES, das Schicksal, das Universum (oder auch "Gott") und jede seiner möglichen Entscheidungen ist in Ordnung: Ich versuche immer, mit möglichst leichtem (Schuld-) "Gepäck" unterwegs zu sein, das erleichtert das Loslassen-Können sehr (und das Ankommen im Neuen erst recht). C´est la vie :-)

Ein paar winzige (das ist wortwörtlich gemeint: Der Hausgarten ist nur knapp 500 m2 klein ;-)) Pläne (konkreter: PFLANZpläne) habe ich aber doch noch. 

- Deshalb jetzt noch schnell ein paar Fotos des Hausgartens (extrem gerne würde ich dort auch noch das lang ersehnte, erste Enkelkind herumkrabbeln sehen :-)):


Der Beginn der Pavillon-Baustelle. Leider gab´s im Baumarkt heute keine 25 x 25 Betonsteine für die Schrägseiten. Dafür hat sich eventuell endlich jemand gefunden, der den Pavillon demnächst reparieren und wieder aufbauen kann, hurra!


In diesem minimal erweiterten Mini-Beet wohnt jetzt, unstandesgemäß eng gedrängt, ein Teil der Mlle Blanche Lafitte-Familie. 

Der Vogelkäfig schützt einen der Ex-Rosenpark-Rittersporne vor Rocco und den tollpatschigen Katern.  

Leider gibt es, kaum sind wieder mehr Rosen da, auch schon wieder eine Wühlmaus-Invasion :-/


Weitere neue Miniatur-Beetchen gibt es auf der lange mit Folie abgedeckten "Fläche" des früheren, großen Rittersporn-Beets. Hier sollen wieder viele Rittersporne wachsen (und an die Ecken quetsche ich noch die eine oder andere kleine Portland-Rose u. a. ;-)). 


Diese Tulpen blühen brav in der erwünschten Farbe. Das bunte "Ostereier"-Paket um die Ecke, mit gefüllten Gelben und apricot-orange-Farbigen zieht demnächst zur Elbfee nach Hamburg: Sie ist deutlich farbtoleranter als ich ;-)

À propos "Elbfee": Sie hatte gestern auf meine Bitte hin auch Parkfotos gemacht (DANKE auch dafür! :-)). Leider war ich zu brünett, sie zwecks Bearbeitung öffnen und konvertieren zu können :-/. Man kann sie aber hier anschauen (und sie sind viel schöner als meine!):
https://forum.mein-schoener-garten.de/viewtopic.php?f=7&t=4828965&sid=e7452d6e3a1d0b3cb6ea29c638b66c01&start=15


Noch ein neues Mini-Beetchen (hier sind die gefüllten Gelben schon rausoperiert ;-)).


Der Kübel ist eigentlich schon zu groß für den kleinen Garten, bekommt aber nach und nach Gesellschaft von immer mehr großen Eimern, Kübeln und Containern mit Rosen...Einige Pflanzentscheidungen brauchen eben Zeit...


Die zwischengeparkten Heuchera machen sich ganz gut vor Climbing Souvenir de la Malmaison und Lavendel. 

Purpurhexes blaue Töpfe sind ebenso samt und sonders in den Hausgarten umgezogen wie (fast: Ein Vogelkäfig fehlt noch weil er eine kleine Rose beschützen muß) alle anderen, blauen Deko-Objekte aus dem Park.

 - Ich fürchte, es wird fürchterbar: Man quetscht sich durch zentimeter-breite Weglein, um gestapelte Rosen in Eimern zu betrachten und einem blauen Deko-Overkill ausgesetzt zu sein (für den Hausgarten gibt´s ja u. a. auch, zur Zeit  noch eingewintert, ca. dreißig, vierzig blau lackierte Möbelfüße) :-O ;-)

Die zukünftig endgültige Anzahl von Rosen werde ich (wenn dann endlich mal alle eingezogen sein werden) sicherheitshalber selber nicht nachzählen, kann sie also auch nicht bekannt geben. 
Elbfee hat weise dazu geraten, nur in die Erde Gepflanzte zu zählen und auch von denen nur die, die mindestens 1,3 m hoch sind. Es KÖNNEN also gar niemals mehr als hundert werden :-B

Außerdem ist der Begriff "Pflanzabstände" fortan aus meinem Wortschatz gestrichen und ich benötige umgehend einen "Sicherheitsraum", sollte ihn jemand rücksichtsloserweise in meiner Anwesenheit erwähnen :-X :-X :-X


Eine Rose?! Wo? - Ich seh keine! :-X
Lila und dunkelrote Tulpen dagegen kann man nie genug haben.


Noch mehr Tulpen (auch ohne sichtbare Rose ;-)) in wirklich fetzigem Morgenlicht (senile Aus-dem-Bett-Flucht morgens und juvenile in´s-Bett-Flucht, normalerweise, abends).


Und noch schnell ein echt rosenloses Bild des größten olfaktorischen Genusses, den die Jahreszeit zu bieten hat: Viburnum bodnantense "Dawn". - Schade, daß dessen Duft nur virtuell zu übermitteln ist!

Auf duftige Zeiten! Ich bitte übrigens nicht "bleibt gesund!" sondern fordere "Ihr BLEIBT (gefälligst) gesund!" und hoffe, möglichst viele von euch zum - mit Abstand - gemeinsamen Duftwandeln im Juni zu treffen. 

In diesem Sinne, steife Ohren und alles Liebe,
Raphaela und Rocco

Nous sommes Donbass!

Heimatliebe ist kein Verbrechen (auch wenn sie immer schwerer fällt weil nach und nach nichts mehr von der Heimat übrig bleibt).

Free Julian Assange!

(Gesundheits-) politischer Nachtrag: 
Meistens habe ich das Glück, täglich viele Stunden draußen "weg von allem" (und dafür dicht beim ALLES) zu sein. Morgens oder abends schau ich dann aber doch oft auf diversen Nachrichtenseiten nach, was so los ist in der Welt. 
Dabei kommt mir einiges so widersprüchlich vor, daß es Mißtrauen weckt.
Ken Jebsen ging es wohl auch so und ich stimme jedem seiner Sätze hier zu:
https://kenfm.de/gates-kapert-deutschland/

Hier sind einige Hintergründe benannt:
https://www.heise.de/tp/features/Ueber-Impfstoffe-zur-digitalen-Identitaet-4713041.html

Diesen Text fand ich auch interessant:
https://www.freitag.de/autoren/gunnar-jeschke/ist-social-distancing-evidenzbasiert/















Dienstag, 4. Februar 2020

Die letzte Saison



Ein Bild vom Multiflora Beet von 2017.
Schwelgen wir nochmal in Erinnerungen, denn 2020 ist das letzte Jahr des 
l´âge bleu Rosenparks. Der Pachtvertrag wurde zum 31.12. aus betrieblichen Gründen gekündigt.

Aktualisierung (21.4.): Zum Pflanzenausgraben ist es zur Zeit zu trocken (es sei denn, sie werden anschließend getopft), darum läuft diese Option jetzt aus (die letzten Anfragen werden aber noch abgearbeitet).

Die Juni-Veranstaltungen werden, wie´s zur Zeit aussieht, wie geplant stattfinden können. 

Ein neuer Blog-Eintrag ist in Vorbereitung.

Aktualisierung (23.3.): 

Viele Rosen und andere Pflanzen sind schon reserviert *, andere werden noch für den Sommerverkauf getopft und/oder für die Sicherung für spezielle Sammlungen. 

Daher dürfen nur solche Pflanzen ausgegraben werden, für die es eine ausdrückliche Erlaubnis und Zuweisung gibt. Zuwiderhandlungen werden sanktioniert.

- Der Park soll in dieser letzten Saison nochmal so schön und ordentlich wie möglich aussehen. Chaos und Zusatzarbeit sind das Allerletzte, was ich dieses Jahr brauchen kann. 




Einige Rosengruppen/-klassen (wie u. a. die Damaszener auf diesem Foto) haben für den Herbst schon ein neues Zuhause in Aussicht. Sie ziehen hierhin um: https://rosen-kultur.de/index.html und können dann dort besucht werden.

Aktualisierung (27.2.): 
Inzwischen haben auch die Laubengang-Rambler (privat) und die Moos Rosen, Centifolien, großen Bourbon Hybriden sowie einige Albas ab Herbst ein neues Zuhause in Aussicht. Letztere zusammen und jeweils als Gruppe in einem anderen Rosenpark, wo sie öffentlich zugänglich sein werden (Details folgen).  Mindestens zwanzig mittelgroße und große Buchse dürfen dann auch dorthin mit umziehen :-)

Aktualisierung (29.2.): 
Auch die Gallicas dürfen zusammenbleiben. Nach der Blüte bekommen sie, zusammen mit einer Gruppe öfterblühender Rosen und weiteren Buchsen u. a.,  einen schönen Platz auf einem Gut :-)

Inzwischen sind auch ALLE Buchse sowie ein Teil der Eiben für den Herbst reserviert. 
Übrig/noch nicht reserviert sind von den Immergrünen jetzt fast nur noch die ganz großen Koniferen: Die Kleinen und Mittelgroßen sowie die Ilexe ziehen demnächst nach Sachsen-Anhalt um. 

Die imposanten, großen, sommerblühenden, nicht-gelben Wildrosen, weitere Buchse und Großsträucher werden im Herbst gute Plätze in einem Gutsgarten im Nachbardorf finden :-) 

Einige besonders seltene Wildrosen (oder Ausläufer davon) können evtl. in einem Botanischen Garten unterkommen (prophylaktisch reserviert sind sie dafür schon). Das entscheidet sich Anfang Juni.

- Heute Nacht werde ich schon wesentlich ruhiger schlafen...

Aktualisierung (4.3.):
Jetzt ist auch schon der größte Teil des Rests der öfter- und sommerblühenden Rosen reserviert, die über den Sommer noch stehenbleiben sollen: Eine Gemeinde, ein Kinder-Projekt und ein Museum haben Plätze für sie angeboten und werden sie im Herbst abholen kommen. 
Dazu ein großer Teil der Stauden. 

Ich freue mich über das überwältigende Interesse :-)

Traurig ist dagegen, daß es Menschen gibt, die skrupellos genug sind, dringend benötigte 7-Liter-Rosen-Container zu stehlen (ca. 50 Stück vom Knick) :-(
Das Topfen verzögert sich dadurch bis die bestellten Neuen da sind.
- Kurz-Visiten zu ungewöhnlichen Zeiten, mit Taschenlampe, Verteidigungsmittel und Hund scheinen leider nötig zu sein (und der Hund kann tatsächlich beißen!).

Jemand anders hatte dagegen vor ca. zwei Wochen Rosen-Container per Post geschickt: Danke, Claudia! :-)

Aktualisierung (9.3.):
Momentan bremse ich Interessenten etwas ab. Das hat damit zu tun, daß ein großer Teil der Rosen (sowie alle Buchse) im vorderen Bereich schon reserviert, und der hintere Teil immer noch nicht zugänglich ist (bevor die kleinen Rosen nicht evakuiert sind, trampelt da niemand rum).

Leider hat es auch damit zu tun, daß sich manche Leute verhalten, als ob der Rosenpark "zur Plünderung freigegeben" wäre, sich nicht an Absprachen halten, einfach irgendwelche Pflanzen ausgraben, Chaos hinterlassen und/oder trotz Hinweis auf Nicht-Befahrbarkeit die Parkfläche zerwühlen (das alles bedeutet mehr Arbeit für die wenigen Helfer und mich).

Die meisten verhalten sich Pflanzen und Anweisungen gegenüber respektvoll. Es tut mir leid, daß diese von mir zur Zeit vielleicht ebenfalls etwas harsch und genervt mit-adressiert werden :-/

Noch was: Die Sommertermine haben wir wegen der zu erwartenden früheren Blüte jetzt allesamt in den Juni verlegt (Details unter "Veranstaltungen").

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Im vorderen und mittleren Bereich bleiben einige (aufgeräumte) Beete bis Juli weitgehend erhalten damit die Sommerbesucher sie nochmal blühen sehen können.

Die betreffenden (überwiegend mittelgroßen) Rosen werden zum größten Teil erst ab Anfang Juli gerodet und können dann ab September getopft ihren neuen Besitzern übergeben werden (bzw. werden im September/Oktober wurzelnackt abgeholt). 
Das betrifft das Portland- , TH-, Creme-, Walküre-, die beiden Remontant- und pinkroten Beete. 

Die zukünftigen Besitzer der sommerblühenden, historischen Rosen sowie der Rugosas haben sich freundlicherweise bereit erklärt, diese ebenfalls erst nach der Blüte auszugraben, bzw. ausgraben zu lassen. 
Auch der neue Besitzer der Laubengang-Rambler wird erst ab September mit deren Rodung beginnen.

- Es gibt im Sommer also noch eine größere Menge blühender Rosen zu sehen. Dafür möchte ich den neuen Rosenbesitzern ganz herzlich danken! :-)

Ausläufer und/oder doppelt vorhandene Exemplare dieser Gruppen können bis dahin noch vermittelt werden (langsam wird die Auswahl aber sehr knapp). 




Von den Bourbon-Rosen habe ich schon ein paar doppelt vorhandene (zurück) in den Hausgarten geholt. Der wird aktuell umgebaut: Zurück von "pflegeleicht" in einen Sammlergarten, damit wenigstens ein paar wenige, besondere Lieblinge wieder darin Platz finden. 

Zwei Fragen werden mir zur Zeit oft gestellt, die erste lautet: Bin ich böse auf den Verpächter?
Nein, bin ich nicht: Mittelständische Landwirtschaftsbetriebe stehen unter zunehmendem Druck. Nicht zuletzt auch durch Industrie-Betriebe, die höhere Pachtpreise zahlen können (oder das Land für "Bio"-/"Energie"pflanzen gleich aufkaufen). Sowie durch den grassierenden Bauwahn, der immer mehr landwirtschaftliche Flächen vernichtet. 

Kollateralschäden wie z. B. der Rosenpark, Natur-/Rückzugsgebiete bedrohter Tierarten generell sowie der Fortbestand mittelständischer Landwirtschaft sind politisch verursacht und "eingepreist". Daher sehe ich hinter der Pachtvertragskündigung keinerlei böse Absicht (vermute eher leichtes Bedauern) sondern Sachzwänge.

Die zweite Frage lautet: Warum kämpfst du nicht um den Rosenpark? 
- Weil es sinnlos ist (siehe oben). Weil ich in diesem Leben schon genug Kämpfe ausgefochten habe (einige erfolgreich, andere nicht) und jetzt einfach Ruhe (und endlich mal Langeweile) möchte.



Die aktuelle Aufgabe heißt also nicht "Kampf gegen Windmühlen" sondern "ein neues, sicheres, dauerhaftes Zuhause für möglichst ALLE Pflanzen finden". 
Und den Rückbau ordentlich (was u. a. auch bedeutet: fast komplett, der Teich ist ein Sonderthema), diszipliniert und (ja, auch das) würdevoll umzusetzen. 

Dafür gibt es einen Plan:

Im Laufe des Februar und März sollen schon so viele Großpflanzen wie möglich umziehen. 

Ab März fange ich an, seltene Rosen für die Weitergabe an Sammler (oder ein eigenes, neues Projekt, wer weiß) zu topfen und sicher zu lagern (auch dafür wird der Hausgarten nochmal umgestaltet).

Nicht-seltene Rosen und/oder doppelt vorhandene, die noch klein genug zum Topfen sind, werden ab April für den Verkauf im Sommer getopft. Dazu auch kleinere Immergrüne und Stauden.  

Der Verkaufserlös wird gebraucht um die Ausgrabung der Großpflanzen zu finanzieren, die ohne Bagger nicht zu bewegen sind. 
Mitte Oktober soll der Weg zu den großen Koniferen, Eiben, Rosen, Obstbäumen und restlichen Ziersträuchern dann schon so frei sein, daß man mit Maschinen an sie ran kommen kann. 

Ungefähr zu diesem Zeitpunkt wird auch der Wildzaun (schon reserviert) abgebaut. 
Die Folie muß größtenteils schon kurz vorher eingerollt und entsorgt werden (bis auf die Stücke, die zum Einwickeln der Ballen von Großpflanzen vor ihrem Abtransport gebraucht werden). 
Vielleicht möchten aber auch andere Gärtner dann größere Stücke übernehmen? - Ich kann das Gärtnern damit nur empfehlen, die Silage-Folie wirkt wie eine sehr dicke Mulchschicht, spart viel Arbeit und verbessert den Boden. 



Ein Bild vom Chinensis-Bereich vom Spätsommer/Herbst 2007. 
Erde als Beschwerung von noch nicht bepflanzter Folie hat sich nicht bewährt (man packt damit gleich alles drauf, was man nicht braucht), besser sind Bretter und/oder Steine. 
Was an der Pflanzung in Folie (neben Erosionsschutz und Arbeitserleichterung) noch toll ist: Man braucht auch in heißen, trockenen Wetterperioden nicht zu gießen, sofern die Folie auf nassem/feuchtem Boden ausgelegt wurde. 



Empress of China ist eine der Rosen, die jetzt noch im Chinensis-Bereich stehen. Die Entscheidung darüber, welche Lieblinge (zurück) in den Hausgarten kommen und welche nicht, läßt mich nachts kaum schlafen. Wieder 500 Rosen auf 500 m2 Gartenfläche will ich weder mir noch den Rosen nochmal antun...



So sah im Frühherbst 2007 das östliche Ende der Nordreihe (wo jetzt noch die gelben Wildrosen stehen) aus. So ähnlich soll und muß es diesen Herbst wieder (nicht nur) dort aussehen.



Zum Vergleich Fotos dieser Ecke vom Mai 2016 und 2017.



R. altaica mit Blutpflaume

Ich wünsche mir sehr, daß es Menschen gibt, denen auch die großen Bäume (z. B. die großen Obstbäume und Blutpflaumen, die Tamariske und der Walnußbaum) die Mühe (und/oder Kosten) wert sind: Verpflanzen ließen sie sich bestimmt noch, aber nicht ohne schweres Gerät zum Ausgraben und für den Transport.



Für den Sonnenuntergangsbereich (hier eins der beiden gelben Beete 2016) wäre eine Kontingentlösung perfekt. 
Dort ist aktuell alles komplett verwildert (die Rückeroberung der hinteren Bereiche sollte dieses Jahr endlich angegangen werden). Ich kann aber die Pflanzen evakuieren und (zumindest die kleineren davon) topfen.

Eventuell wäre auch die Übernahme von Teil-Kontingenten möglich. Der Lachs-/Apricotbereich, ein "Feuerbeet" mit den Pflanzen aus dem Rot- und Orange Beet z. B. könnten auch für sich optisch wirken:



Das rote Beet 2015, fotografiert von Piet. 




Apricot-Lachs Beet 2015.

Eine Kontingentlösung wünsche ich mir auch für den Rambler-Laubengang (dessen nördliche Seite auf dem Foto oben den Hintergrund bildet).
 - Nachtrag: Diese Rambler sind inzwischen vergeben. Wenn auch leider ohne die Bögen.



Der (aktuell noch überwucherte) Weg zwischen der südlichen Seite des Rambler-Laubengangs (rechts) und dem Multiflora Beet (links). Im Herbst hatte ich angefangen, ihn wieder frei zu schneiden. Diese Arbeit muß noch fertiggestellt werden, damit die Rosen neu etikettiert werden können und sich in diesem Sommer nochmal von ihrer besten Seite zeigen.



Fotos von der Hauptblüte im Juni.

Insgesamt sind es ca. vierzig Rambler, die an diesem Laubengang wachsen: Creme- bis gelblich- und apricot-Weiße auf der Nordseite, rein- bis rosa-weiße auf der Südseite. 
Sie sind auch nach Blütezeiten kombiniert: Frühblühende neben Spätblühenden und/oder Remontierenden, um die Saison zu verlängern. Demselben Zweck dient auch die Beipflanzung von weißen bzw. hellen Clematis unterschiedlicher Blütezeiten (insgesamt sieben oder acht). 



Die Moniereisen-Bögen sind besonders dick. Sie wurden von einer Spezialfirma gefertigt und geliefert. Eine Gruppe freiwilliger Labenzer hat im November 2008 den Beton gespendet und die Bögen ca. 70, 80 cm tief einbetoniert.



Ein unscharfes Foto von 2010, auf dem man aber die Moniereisen erkennen kann. - So groß wären die Rambler in zwei Jahren wieder, wenn man sie im Herbst für den Transport komplett zurückschneidet. 

Der Abbau und Transport des Laubengangs ist sehr aufwändig. Die Pflege darf man auch nicht unterschätzen: Damit die Rambler von oben bis unten blühen und nirgends den Weg versperren, müssen sie mehrmals im Jahr geschnitten und neu aufgebunden werden. Damit ist ein Rosengärtner (oder ein, zwei engagierte Liebhaber) einen Gutteil des Jahres beschäftigt.


 

So kann das Ergebnis dann aussehen (Bild oben und unten von 2015)




Links und rechts des Eingangs wachsen je eine besonders frostharte und wiederholt blühende Pflanze der Sorte Karl Foerster. 




Jean Girin ...




... und Long John Silver (mit Jean Girin im Hintergrund) auf der Südseite blühen besonders spät.




Die creme-gelbe Christine Helene auf der Nordseite blüht wiederholt.


 
Breeze Hill (vorne) mit Christine Helene (dahinter).

- Langer Rede kurzer Sinn: Wer Mühe, Arbeit und Kosten nicht scheut, dem gesamten Laubengang mit allen daran wachsenden Pflanzen ein dauerhaftes, sicheres, neues Zuhause zu geben, bekommt ihn kostenlos (was meine Seite betrifft) und mit Pflanzplan.

Es wäre ein schönes (Teil-) Projekt für z. B. eine Stadt, Kommune oder einen Park: Duft, Schönheit und Schatten an heißen Tagen für Menschen sowie Brutplätze und Nahrung für Vögel und Insekten sind in diesem Rambler-Laubengang perfekt vereint. 




Abendstimmung auf der Laubengang-Südseite.

- Demnächst mehr zu den Pflanzenkontingenten, die noch (falls sich nicht doch noch eine Gesamtübernahme-Option für die bisher nicht reservierten Teilbereiche ergibt) einen neuen Stand- und Wirkungsort suchen...

Erst noch was zu den aktuellen Modalitäten der Übernahme von Pflanzen, die jetzt schon abzugeben sind:

Es gilt "Platz vor Preis". Wer Großpflanzen ein gutes und dauerhaftes Zuhause bieten und sie selbst ausgraben kann, bekommt sie kostenlos.

Für Pflanzen, die ich selbst (zur Zeit vor allem aus dem Hausgarten) ausgrabe und wurzelnackt/ungetopft weitergebe, wäre eine Spende nett. 




Eine Iris im Noisette Beet. 

Zum Staudenverpflanzen ist es aktuell viel zu nass. Damit geht es erst im April los. Dabei gelten dieselben Modalitäten wie oben für Großpflanzen ausgeführt.



Fundrose "Frau Kropp" im kleinen Remontant Beet. Im Hintergrund das Wohnmobil von Uve und Doris (seufz...)



Zwergflieder Palibin.

- Wie es mir mit all dem geht? - Gut natürlich nicht...
Verzweiflung wäre aber unangebracht: Eine wirkliche Tragödie ist das Ende des Rosenparks für die vielen Tiere, die sich in ihm angesiedelt haben und von ihm leben. 
Die zuständigen Stellen und Organisationen wissen um deren Vielfalt und ihr Verlust scheint sie nicht zu stören. Offensichtlich haben sie andere Prioritäten.

Der größere Teil meiner Familie findet es gut, daß ich ab nächstem Jahr weniger Gelegenheit habe, mir Knochen und Gelenke zu ruinieren (schaumermal...;-)).

Als Pragmatiker und Stoiker versuche ich, aus allem das Beste zu machen: Wat mut dat mut (in diesem Fall: ALLEN, auch den nur mit großem Aufwand zu versetzenden Pflanzen, ein gutes, neues Zuhause besorgen), bzw: Nützt ja nix...
Und alles hat einen Sinn. Auch schwer zu ertragende Ereignisse sind Anlass für neue Erkenntnisse, Weiterentwicklung, Teil der individuellen Lebensaufgaben, öffnen Türen, die sonst verschlossen geblieben wären...

Wenn´s doch mal ganz düster ist hilft immer das:
https://www.youtube.com/watch?v=TWdSi0Xw4u0

Den ersten Schock, nachdem am 2. Januar der Brief mit der Kündigung eingetroffen war, hat die kurzfristige Aussicht auf ein neues, kleines Projekt(chen) etwas gemildert. Das läßt sich aber aus verschiedenen Gründen nicht realisieren. Der Wichtigste ist, daß der betreffende Bereich sich per Auto gar nicht und mit Lasten zu Fuß nur schwer erreichen läßt. Für meine Knochen-/Gelenksituation war das ein K.o.-Kriterium.

Ob ich selbst nochmal ein neues, viel kleineres Projekt (abgesehen vom Hausgarten) angehe, weiß ich noch nicht. Vielleicht reise ich auch nur herum, um die bisherigen Rosenpark-Pflanzen zu besuchen (und ihre neuen Besitzer mit Pflege- und Schnitthinweisen zu nerven à la "alte Dame/Hexe mit Hut" ;-)). 

Vielleicht male ich wieder und/oder mache nochmal irgendwo eine Installation...

Vielleicht bekomme ich nochmal die eine oder andere Gelegenheit, das zu tun, was ich am besten kann: Gärten entwerfen, die ein bißchen vom Geist des l´âge bleu Rosenparks weiter tragen und die den jeweiligen genius loci in die Planung einbeziehen (vielleicht könnte ich damit dann sogar mal ein bißchen zum Familieneinkommen beitragen, auf meine alten Tage)...

Vielleicht werde ich auch richtig politisch...:-B

Vielleicht von allem etwas... Oder was komplett Neues...

Ein Diener der Schönheit werde ich bis zum letzten Atemzug bleiben, so oder so. Das sucht man sich nicht aus, "es ergreift einen", immer wieder, lebenslang. 

Um Entschuldigung bitten möchte ich an dieser Stelle diejenigen, die den Rosenpark so lange treu unterstützt haben, deren Begeisterung meine Hauptmotivation war (und bis zum 31. 12. bleibt) und die seine Zerstörung genauso trifft wie mich: Ich konnte nicht alle persönlich erreichen, die ein Anrecht darauf gehabt hätten, zu den Ersten zu gehören, die diese Information erhalten. 
Öffentlich informieren wollte ich darüber erst, wenn zumindest für einen Teil der Gesamtpflanzen eine Reservierung besteht, denn "Raubgräber" anzulocken ist (auch jetzt noch) ein Risiko. 



Spinosissimas in der Nordreihe.

Lasst uns diesen letzten Rosenpark-Sommer nochmal genießen: Tanken wir nochmal soviel Schönheit, Duft, Vogelgezwitscher, Insektengesumme und Lebensfreude wie möglich! 
Was ist, war und wird sein. Was sein wird, war und ist. Was war, ist und wird sein. Der Tanz des Lebens hat keinen Anfang und kein Ende... 



Bonica mit Wiesenraute/Thalictrum in der Südreihe

Noch was Organisatorisches zum Abschluß des heutigen Blogs: 

Ich bitte um Verständnis dafür, nur in absoluten Ausnahmefällen Pflanzen un/oder Reiser/Stecklingsmaterial verschicken zu können: Dafür fehlt einfach die Zeit. Die Rettung ganzer Pflanzen (für mich sind es Individuen mit eigener Seele und Geschichte) hat - wie immer - Priorität.

Mehr als jemals zuvor ist Hilfe nötig: Beim Etikettieren und Topfen, bei Transporten aller Art (der Pavillon z. B. soll/muß schon im März in den Hausgarten umziehen, sein Standort wird Verkaufsfläche), beim Schreddern, Mähen, Ausgraben größerer Pflanzen für den Hausgarten, Runterschneiden/-sägen von Koniferen, Eiben und weiteren Großpflanzen für den Transport, Abholung von anfallendem Rückschnittholz (Piet schafft es nicht, alles zu schreddern), etc... 
Aber auch bei Pflegearbeiten für den Sommer, damit der l´âge bleu Rosenpark noch ein letztes Mal leuchten kann...

Benötigt wird auch allerlei Material:
Pflanzerde (z. B. im Tausch gegen Pflanzen) und Kompost zum Topfen,
größere Töpfe, Rosen-Container, Bau-Eimer und mittelgroße Bottiche (es müssen ja u. a. neben Rosen auch viele, große Stauden für den Verkauf im Sommer getopft werden),
eine zweite, benutzbare Schubkarre (auch leihweise bis zum 31. 12.) wäre gut (oder Reparaturarbeiten an den drei kaputten), etc pp...

Natürlich wären auch Geldspenden wichtig: Ich hoffe, daß die Abnehmer von Großpflanzen, die im Oktober maschinell aus dem Boden geholt werden müssen, sich an den dadurch entstehenden Arbeits- und Maschinenausleih-Kosten beteiligen (können). Ob dadurch alles Anstehende gedeckt werden kann, ist aber unsicher und alleine schaffe ich es nicht (der Rosenpark war in den besten Zeiten maximal ein Plus-Minus-"Geschäft"). Darum gibt es jetzt eine "Baggerkasse" (Dank an die ersten Spender dafür aus Berkenthin!).



Rhododendron mit Akelei

Die Website wird auf jeden Fall als Archiv bestehen bleiben. Spätestens ab dem 31. 12. sollte das "Rosenpark" aus dem Header gestrichen sein (muß gelegentlich Sahra mal drum bitten, sie kann das bestimmt). 
Wie früher (vor dem Rosenpark) heißt sie dann wieder nur "l´âge bleu" und es gibt sicher immer wieder mal neue Bilder und Berichte aus dem Hausgarten. Vielleicht auch irgendwann neu Gemaltes. Ganz bestimmt weiterhin Politisches. 

Weil es jetzt schon ein paar (und im Laufe des Frühlings größere) Lücken gibt und weil die Pflegemaßnahmen nicht mehr so wichtig sind wie das Topfen möglichst vieler Pflanzen ist der Eintritt für den Rosenpark in seiner letzten Saison frei




Was mit dem Teich geschehen wird, weiß ich nicht. Die Wahrscheinlichkeit, daß er erhalten bleibt, ist leider sehr gering. "Zurückbauen" (zuschütten) werde ich ihn - als einziges Objekt - ganz sicher nicht. 
Wenn das Rosenpark-Gelände wieder Weidefläche wird, darf er vielleicht bleiben. Wenn es (wie die angrenzende Fläche in Richtung Sandesneben) Gewerbegebiet wird, wohl kaum. 
Wer möchte (und sich dafür mit mir verabredet) darf im Frühling gerne einige Wasserpflanzen mitnehmen: Mit Glück reisen auf diese Weise dann wenigstens ein paar Amphibien-Eier in eine sichere Zukunft. 




Mike´s Oldfashioned Pink

Nachfolger für den Rosenpark, den zurück zu erobern mit meiner Krankheitsgeschichte (fast keine Lendenwirbel-Bandscheiben mehr, Hüftgelenk-Implantat, kaputte Halswirbel) alleine sehr schwierig (wenn auch nicht unmöglich) gewesen wäre, habe ich trotz langer Suche nicht gefunden.

Auch das stellt sich jetzt als gut und richtig heraus: Sie hätten ihre gesamte Existenz in ein Projekt investiert, dessen Überleben auf politischer Ebene, alles Gerede von "Biodiversität" hin oder her, nicht vorgesehen war. 



Hier haben viele gute und interessante Gespräche stattgefunden. Mit besonders lieben Stammgästen läßt sich das eine oder andere davon vielleicht im (demnächst wieder blauen) Hausgarten fortsetzen. Generell für Besucher geöffnet wird er aber nicht. 




Das kleine Bourbon Beet

Welche Rosen und anderen Pflanzen schon im Februar und März abgegeben werden können, kann man per mail erfragen. 

Im Hausgarten müssen jetzt eine ganze Reihe doppelt/mehrfach vorhandene, nicht-seltene Rosen Platz für seltene und/oder Lieblingsrosen machen (es wird aber definitiv nicht nchmal 500 Rosenpflanzen auf 500 m2 geben). 

Auch sie sollen einen besonders guten Platz bekommen: U. a. mehrere Schneekoppe (wurzelecht) und ein Schneekoppe-Sämling, der nicht besonders aussieht (halbgefüllt, pink), mir aber am Herzen liegt, weil er bis jetzt die Grabbeigabe für eine geliebte Katze (die am Antik-Café ausgesetzte und, nach einer viel zu kurzen Zeit bei uns, überfahrene Samedi) ist/war. 
Harte Zeiten erfordern harte Entscheidungen...

Weitere Einzelrosen auf Anfrage. 



Der West-Wiesenweg, mal frisch aufgeräumt.

Für die Portlands (links im Bild), die Bourbonen, Gallicas, Albas, Noisettes/Moschatas, Centifolien und Multifloras (abgesehen von den Ahrensburger Sämlingen, die schon reserviert sind) werden noch Kontingentlösungen gesucht. Dann könnten zumindest Teile der Sammlung zusammen bleiben. 

Öffentliche bzw. öffentlich zugängliche Projekte werden auch für diese Gruppen/Klassen bevorzugt (falls sie sich nicht durch schlechte Behandlung ihrer öffentlichen Pflanzungen disqualifiziert haben). 

Die Suche nach passenden Fotos war jetzt doch ein bißchen emotional...Darum mach ich jetzt lieber Schluß für heute: Contenance ist immer wichtig. Wir lassen uns nicht unterkriegen und trinken jetzt - ausnahmsweise - einen Schluck Sekt: Auf eine wunderschöne, letzte Rosenpark-Saison, За здоровье !

In diesem Sinne alles Liebe,
Raphaela

Nachtrag: So pflegeintensiv soll und kann der Blaue Garten nicht mehr werden wie auf diesen Fotos (die man beim Runter-Scrollen findet). - Aber langsam geht´s wieder ein bißchen in diese Richtung:
http://www.l-age-bleu.de/2018/03/rosenschnittkurs-winterliches-und.html

Nous sommes Donbass!
Heimatliebe ist kein Verbrechen (auch wenn sie auf harte Proben gestellt wird).
Free Julian Assange!