Dienstag, 3. Juni 2014

Jetzt aber!

Auch hier im Norden beginnt jetzt die Rosenblüte...

Aktuell: Pfingst-Montag ist der l´âge bleu Rosenpark auch geöffnet. Aber ich bitte um Nachsicht bezüglich einiger teilweise immer noch sehr unordentlicher Beete und Rasenkanten: Wegen eines hartnäckigen Infekts geht die Arbeit momentan noch schleppender voran als sonst :-/


Die "Berkenthiner Rose" (laut Martin Weingart wahrscheinlich eine verschollene Boursault Sorte) bekam vor ein paar Tagen Besuch von ihrem Finder-Ehepaar Pape: Die beiden freuen sich, daß sie inzwischen über die Landfrauen in mehreren Exemplaren am ursprünglichen Fundort wieder angesiedelt wurde.



Auch einige Centifolien sind dieses Jahr früh dran. Über Désirée Parmentier freue ich mich jedes Jahr besonders, denn die abgebildete Pflanze stammt noch von der verstorbenen Rosenfreundin Uli und muß daher bleiben. Eine identische Fundrose dagegen, die bei den Gallicas steht, kann im Herbst an einen neuen Wirkungsort umziehen.
Laut Jäger müßte Désirée Parmentier eigentlich fleischrosa sein. Solange es aber keinen unbezweifelbaren, anderen Namen gibt, belasse ich es bei der Benennung, unter der ich die Pflanze damals von Uli erhielt.




Désirée Parmentier Habitus. Leider kann der intensive Duft nicht mitfotografiert werden.

Das gilt auch für R. centifolia "Variegata" (den unordentlichen Wuchs bitte nicht beachten: Dieses Frühjahr konnten aus Zeitgründen nur ca. 5 % der Einmalbühenden geschnitten werden) :



Hier nochmal die köstlichen, individuell zart gestreiften und marmorierten Blüten etwas näher:



Daß man an diese und die anderen Centifolien nun wieder nah genug zum Schnuppern herankommt hat vier Tage Zeit, fünf gehäufte Schubkarren gerodete Spontanvegetation und weitere vier Schubkarren überzähliger Stauden gebraucht (zum Glück fanden sich für letztere gleich freundliche Abnehmer).




Auch der schöne Sämling Eva (vorne links) steht im Centifolien Beet (am Weg, gegenüber vom Gallica Beet).




Auf diesem Foto mit De Meaux erkennt man, wie schön aufgeräumt das Centifolien Beet jetzt ist. Leider trifft das noch lange nicht auf alle anderen Beete zu: Ich träume immer wieder von der Ankunft eines Busses, aus dem eine ganze Gruppe engagierter Helfer mit Werkzeug herausspringt...Irgendwann wird vielleicht auch dieser Traum mal wahr.




Der einzige andere Bereich, der zur Zeit (nach zweieinhalb Wochen Dauereinsatz darin) wirklich ordentlich ist, ist die Nordreihe. Auf dem Foto oben blüht noch Altaica am Ostende.




Aber auch der mittlere Bereich der Nordreihe (Foto oben)...



...und die westliche Ecke sind nun wieder ansehnlich mit Folie und frischem Stroh (alleine für die Nordreihe wurden bisher zwei Rundballen verbraucht) abgedeckt.




Sogar die Kante vor der Nordreihe ist (ziemlich als einzige) derzeit sauber (und größtenteils mit Gasschnitt bedeckt).



Und die Polyanthas darin konnten so grade eben noch vor Blühbeginn fertig geschnitten werden.




Auch das Rugosa Beet gegenüber ist nun einigermaßen in Ordnung (bis auf einige Stauden, die noch raus müssen). Auf dem oberen Foto ist Ritausma/Polareis im Vordergrund zu sehen.




Auf der nördlichen Seite des Rugosa Beetes wachsen u. a. Schnee Eule und Hansa. 




Der beeindruckende Snowdon-Strauch steht im mittleren Bereich.




Einer meiner Lieblinge ist die zartfarbige, duftende Agra. 




Wasagaming steht am östlichen Ende des Rugosa Beetes, vor einer geretteten Konifere und Rosa paulii, die den östlichen Beet-Abschluß bildet.




Die farbstarke Polarsonne wächst auf der südlichen Seite (hier aus dem Centifolien Beet heraus fotografiert).




Auf der südlichen, dem Centifolien Beet zugewandten Seite, steht auch das wunderbar dunkle Rote Phänomen (ebenfalls ein Vermächtnis von Uli).




Bevor wir uns für heute von den Rugosas verabschieden, noch ein Blick über SchneeEule-Knospen auf die blühenden Polyanthas in der Nordreihe (auf die ich zur Zeit sehr stolz bin: Dort wieder Struktur reinzubringen war ein echter hardcore Knochenjob).




Relativ aufgeräumt ist auch (noch) das Alba Beet, wo (auf dem oberen Foto) schon R. gallica "splendens" blüht. Dahinter ist Ruth zu sehen (Martin Weingart hat die "falsche Haidee" letzten Sommer als Ruth identifiziert).




Neben Ruth (links) ist Prinz Hirzeprinzchen fast von alleine (die Eisenstange kam erst später als Verstärkung dazu) in den Pflaumenbaum geklettert.




Die Blüten von Prinz Hirzeprinzchen sehen anders aus (größer, nicht so flach und heller) als ich sie von der vor einigen Jahren im Garten von Gisela und Bernd Deible gesehenen Pflanze in Erinnerung habe. Solange aber niemand Kompetenterer Zweifel anmeldet belasse ich es bei der Benennung, unter der ich sie von Martin Weingarts Neffen erhalten hatte.




Ein Blick vom nördlichen Ende des Alba Beets zu den Rugosas. Die öfterblühende Fund-Multiflora rechts im Bild mußte wegen Spätschäden aus dem vorletzten Winter dieses Frühjahr radikal zurückgeschnitten werden. Sie war nicht die einzige Rose, bei der sich die Folgen erst (oder noch) dieses Jahr gezeigt haben.




Der West-Grasweg zwischen Alba - (links) und Centifolien Beet (vorne rechts mit Petite de Hollande) bzw. Rugosa Beet (hinten rechts). Links im Bild sind die ersten Blüten von Manning´s Blush zu erkennen. Die weiße Rugosa, die auf der rechten Seite so weit über den Weg hängt (nächstes Frühjahr müssen die Rugosas früher und stärker zurückgeschnitten werden) ist Henry Hudson.



Weil ich mich nicht zwischen den beiden West-Grasweg-Fotos entscheiden konnte, hab ich jetzt beide eingestellt.



Eine Lieblings-Begleitstaude für nicht zu trockene Plätze ist die robuste, langlebige Viola cornuta-Sorte Hansa.




Eine kleine Impression des bald voll blühenden Gallica Beetes, wo momentan auch einigermaßen klar Schiff ist.




Dort blüht bereits Belle de Crécy. In dieser Saison rötlicher und heller als üblich.




Auch diese Fundrose von Gaby D (ich weiß nicht, ob ich den vollen Namen öffentlich schreiben darf) steht im Gallica Beet. Wem kommt sie noch bekannt vor?




Der Weg zwischen Gallica - (links) und Moos Rosen Beet (rechts).




Die ersten Moos Rosen blühen schon: Auf dem Bild oben Deuil de Paul Fontaine (rot) vor Jean Bodin (rosa).




Blüten von Jean Bodin. Die Pflanze war, wie u. a. auch einige Buchse, ein Geschenk von Christiane Helms.




Auf der anderen Seite des Moos Rosen Beets wächst Soupert et Notting.




 Soupert et Notting Blüte.





Gegenüber vom Moos Rosen Beet ist der Loki Schmidt Hügel. Zu diesem Bereich gehört auch der Steinhaufen vorne rechts, vor den bald blühenden Geranium pratense-Pflanzen. Die Eidechsen, die dort wohnen, sind eingezogen, sobald der letzte Stein aufgestapelt war: Es scheint sowas wie ein extrem schnelles Kommunikationsmodell bezüglich neuer Wohnmöglichkeiten innerhalb der Eidechsen-Gemeinschaft zu geben, anders kann ich mir das nicht erklären.




Hier sieht man, wie Kräuter für den Verkauf vorbereitet wurden.




Inzwischen sind die meisten neu getopft und liebevoll dekoriert (so kommt auch mein alter Gartentisch endlich mal zu einem sinnvollen Gebrauch).




Blick vom Walnussbaum hinter dem Pavillon (an seinem Schatten erkennt man, wie er schon gewachsen ist) zum Creme Beet und dem dahinterliegenden Rambler-Laubengang.





Eine der beiden Karl Foerster-Pflanzen, die links und rechts am Eingang zum Laubengang wachsen (ja, ich weiß: Der vom Wind runtergewehte Trieb muß dringend aufgebunden werden). In der Bildmitte ist R. inermis "Morletii" zu erkennen.





Hier nochmal von der anderen Seite, vom Pavillon Beet aus fotografiert: Diese wunderbare und völlig stachellose Rose sollte viel öfter gepflanzt werden.





Ein kurzer Sprung zur Westreihe: Dort herrscht zur Zeit noch völliges Wildkräuter-Chaos, weil ich erst Folie auslegen kann, wenn es mal wieder geregnet hat. Daher konnten dort nur wenige Fotos gemacht werden. 
Diese große Spinosissima Art-Hybride  (mit R. pendulina) auf dem Foto oben steht gleich vorne am Anfang und ist inzwischen fast schon wieder verblüht (Ausläuferreservierungen werden gerne für Herbst entgegengenommen).





Auch von Mary Queen of Scots gibt es im Herbst neue Ausläufer (Im Frühjahr hab ich´s nicht geschafft, welche zu topfen).




Die üppige und frostharte Hurdalsrose am Westzaun ist auch schon das letzte Foto-Objekt von dieser Seite: Da muß erst GRÜNDLICH aufgeräumt werden bevor fotografiert werden kann.




Noch nicht sehr lange her, daß das Apricot Beet fertig war, aber auch hier gibt´s schon wieder massenhaft unerwünschte Sämlinge (seufz...). Die grade noch blühenden Iris und grade schon blühenden Rosen sind eigentlich wirklich apricot statt weiß: Man sollte eben nicht bei voller Sonne fotografieren.  
Die meisten Rambler im Hintergrund brauchen noch ein, zwei Wochen bis zur Hauptblüte.




Da es auch im großen gelben Beet schon wieder unerwünschten Aufwuchs gibt (wie im gesamten Sonnenuntergangsbereich) konnte ich auch davon nur ein Übersichtsfoto machen und keine von Details.





Die Multifloras (hier Mühle Hermsdorf und Gruß an Zabern) auf der Südseite des Laubengangs sind etwas früher dran mit der Blüte als die anderen Rambler, haben aber noch viele Knospen.




Délia, im, dem Laubengang südlich vorgelagerten, Walküre Beet, gehört zu den ersten öfterblühenden Rosen, die jetzt schon blühen.




Die stark duftenden Blüten aus der Nähe.




Hinter dem Walküre Beet ist der Multiflora-Bereich, wo im Vordergrund die ersten Polyanthas blühen, und gegenüber liegt das Sämlings Beet mit Carabea am östlichen Ende.




Diese gewaltige Rose (vom Züchter Jürgen Weihrauch) blüht zur Zeit übervoll in einem wirklich unglaublichen Farbton. Die Digi hat echte Probleme, ihn richtig zu erfassen, auf diesem Foto ist er m. E. relativ gut erkennbar: Die Blüten sind tatsächlich jeweils violett UND rot.




Auf diesem Habitus-Bild sind ihre Dimensionen in etwa zu erkennen (und sie WURDE - im Gegensatz zu vielen anderen Einmalblühenden - letztes Jahr mehrfach zurückgeschnitten!).
Hinten rechts nochmal R. inermis Morletii von der anderen Seite. Gegen Carabea wirkt sie echt blass ;-)




 Am westlichen Ende des Sämlings Beets wächst ein weiterer "Lieblingssämling" einer lieben Freundin...





 ...Dieses schöne, noch unbenannte Kind hat alle typischen Centifolieneigenschaften, inklusive des köstlichen und starken Duftes.
Im Hintergrund ist eins der beiden pinkroten Beete zu erahnen, wo die ersten Kletterrosen aufgeblüht sind.





Amy und Odin auf der Wiese vor den lila Ramblern (von denen erst Olivet einige Blüten geöffnet hat). 
Odin hat zur Zeit Probleme mit den Hinterbeinen und muß demnächst geröntgt werden, um der Ursache auf den Grund zu kommen. Noch ein Grund zu großer Sorge...




Eine Impression des größeren Bourbon Beetes (mit einem weiteren Sämling des Züchters Jürgen Weihrauch im Vordergrund).




Dort blühen auch noch diese österreichischen Iris. Nach der Blüte müssen sie geteilt werden und ich gebe gerne Stücke davon ab.




Ein abendlicher Überblick über das große Bourbon Beet mit knospigen Delphinium (in diesem Jahr leider ziemlich schnecken- und raupenzerfressen).




El Ariana mit Stachys byzantina vor einer der "Farbtrennungs"-Koniferen zwischen Pavillon-Wiese und Sonnenuntergangsbereich.




Die spät (erst Anfang Mai) neu getopften Container-Rosen sind inzwischen ganz gut in Gang gekommen.
Leider kann man das bezüglich der überfälligen Streich- und Lackierarbeiten am Gartenhäuschen und den Gartenmöbeln nicht behaupten: Da ist nach wie vor nichts passiert und ich bin abends zu müde, um noch Bänke oder Stühle (zwecks nächtlicher Bearbeitung zuhause) in´s Auto zu laden :-/




Diese beiden, vor vielen Jahren vom Sperrmüll geretteten Eisenstühle (vor dem pinkroten Beet) werden also wohl die einzigen Garten-Utensilien bleiben, die dieses Jahr einen neuen Anstrich bekommen haben: Immerhin besser als gar keine ;-)





Diese öfterblühende Rose im TH (und Floribunda -) Beet (als DDR-Jutta von Agel erhalten) ist so farbintensiv, daß die Digi die Rottöne ausgeblendet hatte :-O 
So, wie sie auf diesem Foto leuchtet, sieht sie aber (nach halb geglückter Foto-Rekonstruktion) tatsächlich aus. Und die Pflanze ist so robust und wüchsig, wie man es von vielen DDR-Sorten kennt. Gerne würde ich mehr darüber erfahren, habe aber kaum Informationen finden können.






Genauso wichtig wie Pflanzen mit intensiver Fernwirkung sind aber solche, die Ruhe und Harmonie vermitteln. Blaue Iris sibirica und Akeleien gehören dazu.
Die große Rose in der Bildmitte ist Gerbe Rose.




Am Teichrand dürfen sogar einige Flockenblumen (Centaurea montana "Grandiflora") und Jakobsleitern (Polemonium caerulaeum) stehen bleiben, weil sie so gut in´s ruhige Blau-Bild passen und ihre Versamung hier kontrollierbar ist.



Teichrand und großes Bourbon Beet (im Hintergrund).




Die Stanwell Perpetuals (hier eine der beiden Pflanzen am Teich) blühen schon voll.




Amy (vor dem zweiten Teich-Stanwell) will nachhause, zum Futternapf...





 ...Aber ich muß schnell noch ein Teich-Foto machen...





...und noch eins aus einer anderen Perspektive...





...und eins mit Wolkenspiegelung...




...und noch eins (erwähnte ich bereits, daß ich immer noch und immer wieder extrem verliebt in diesen Teich bin?)...





...und noch eins vom Abendblau der Randbepflanzung...




Jaaa, ist ja gut: Feierabend für heute...

- Bis hoffentlich demnächst: Spätestens am 21. und 22. hoffe ich, möglichst viele von euch (wieder-) zu treffen!

Erstmal und vor allem wünsche ich uns allen weiterhin friedliche Zeiten (wofür wir m. E. selbst aktiv werden/sein/bleiben müssen). 
VLG, Raphaela