Freitag, 12. August 2022

Hochsommer II


Die getopfte Rainy Blue vor dem Holzstapel mit der Drahtfigur. Eine sehr hübsche und blühfreudige Sorte mit wirklich besonderem Farbton. Leider duftet sie kaum, man kann eben nie alles haben.


Terra Limburgia...

... und "Scholle Flieder" warten in Töpfen auf der alten Bank ebenfalls noch auf Freiland-Plätze.

Im Herbst werden wieder ein paar besonders Wühlmaus-geschädigte Mickerlinge als auch neue Rosen zum Aufpäppeln getopft. Dann besteht für die Warte-Kandidaten die Chance auf einen Pflanzplatz in der Erde. Allerdings werden kleinere Rosen nur noch in 10-Liter-Eimern mit Löchern im Boden ausgepflanzt. Anders geht es wegen der "§$%§§"!! Wühl-, bzw. (viel größeren Scher-)mäuse leider nicht.

Die aktuellen Topf-Rosen auf der Gartentür-Terrasse sind u. a.:

Blackberry Nip, ...


Louis XIV (oder vielleicht doch Nigrette?),...


Turnvater Jahn und...


Xavier Olibo.


Auch die vielen Kübel und Töpfe mit Sommerblumen...


...müssen regelmäßig gewässert werden. Phlox  drumondii `Moody Blues`(vorne) lohnt diesen Aufwand wegen seiner langen Blütezeit bis zum Frost ganz besonders. 
Die Sämlinge dieses Frühjahrs haben leider zum größten Teil die "!§$%&"" Nacktschnecken (die andere große Plage hier) gefressen. Zum Glück hatten aber in den Pflasterfugen welche vom letzten Jahr überlebt, der oben Gezeigte gehört dazu. 


Die Catananche wurden letztes Frühjahr ausgesät und haben schon den ersten Winter überstanden. Allerdings werden die Pflanzen ziemlich ausladend und sind als Begleiter schwachwüchsigerer Stauden und kleiner Rosen nur bedingt geeignet.


Sehr lohnend ist auch das Vorziehen von Ageratum `Silver Monk`, hier in den Töpfchen auf dem Tisch: Die Anzucht ist einfach und die Blütezeit sehr lang.

Sullivan möchte immer überall dabei sein. Bei der aktuellen Hitze bleiben wir tagsüber aber alle lieber im Haus.

Bei großer Hitze wirken auch die weißen Bourbon Rosen und die Stauden-Clematis `Saphyra Indigo´ am Pavillon matt und müde....


Drinnen läßt es sich viel besser aushalten.


Am Pavillon-Eingang duftet Falstaff.


Die Pflanzen im Hellen Beet haben zumindest vormittags ein bißchen Schatten. Die zartrosa Rose ganz rechts....

... ist meine uralte Heritage, die sich für ihre Evakuierung aus dem Ex-Park als sehr dankbar erweist.

Die elegante Kaiserin Auguste Viktoria stand, wie alle Rosen dieses Beets, ebenfalls im Ex-Park. Inzwischen ist sie noch üppiger geworden als sie dort schon war.


Auch Schimmelreiter (eine Sorte, die m. W. nie in den Handel gelangt ist)...


... und Weißes Meer (eine DDR-Sorte) standen vor dessen Auflösung im früheren l´âge bleu-Rosenpark. 

Die beiden sehr seltenen Letztgenannten hatte ich als winzige Reste mitgenommen: Auch im Ex-Park gab es viele Wühlmäuse, im Gegensatz zum Blauen Garten konnte ich dort in den Beeten leider nicht (bzw. viel zu wenig und selten) gießen. Hier haben sie sich inzwischen (auch ohne Spritzung) sehr gut entwickelt. 


Hurra! Zumindest eine Etagenzwiebel (Allium cepa var. proliferum) ist doch aus dem Ex-Park mitgekommen: Ich hatte schon befürchtet, diese tolle Pflanze verloren zu haben.


Ein weiteres Andenken ist die rote Melde, die sich zukünftig über ihre Farbgebung hinaus nützlich machen kann: Die Blätter sind essbar.
Hier begleitet eine Pflanze die silbrig rosa leuchtende Bourbon Rose Mme Doré (im Handel oft noch falsch als "Mme Cornélissen" bezeichnet).

Duke of Edinburgh mit der Phlox paniculata-Sorte `Schneerausch`, (rechts) im Hintergrund...


.... Diese alte Foerster-Züchtung ist so robust, daß man ihr das Verpflanzen letzten Herbst gar nicht mehr anmerkt. Obwohl der neue Standort viel schattiger ist als der vorherige steht Schneerausch wieder aufrecht und prachtvoll da: Genau so hatte ich mir seine Wirkung vor der dunklen Eibe vorgestellt. 

Die Phloxe dahinter sind (links) ein blass-violetter, hell geäugter Sämling (der mir wegen seiner Standfestigkeit und Robustheit gefällt), ´Düsterlohe´ und ´Blue Paradise´ (rechts ineinander wachsend).


Dieser Phlox blüht auf einem schattigen, trockenen Platz am Südzaun (dort stehen größere Sträucher) grade erst auf (Foto von gestern). Er hat sehr widerstandsfähiges, hartes, dunkles Laub und braucht nur wenig Wasser. Einen Namen hat er aber leider nicht, obwohl es sich m. W. nicht um einen Sämling handelt.

Dieser hält sich unter ähnlich schwierigen Bedingungen sehr gut (Foto von gestern) und hat ähnliche Eigenschaften, ist meiner Erinnerung nach aber ein Sämling, kein Sorten-Phlox. Eventuell war ´Landhochzeit ´, der früher in der Nähe stand (jetzt im Vorgarten) daran beteiligt. 


Der einzige, noch vorhandene, reinweiße Phlox (eventuell `David´?) hat es in der Schermaus-"Einflugschneise" am Ostzaun sehr schwer, hält sich aber recht tapfer.
Ohne Unterhöhlung wäre er sicher (und war er früher) wesentlich höher als aktuell ca. 1,4 m.
Im Ex-Park gab es viele, auch besonders viele weiße, Phloxe. Weil es hier schon viele weiße Rosen gibt hatte ich `Pax´, ´Weiße Wolke´ und die vielen anderen aber lieber in gute Hände abgegeben. Ich hoffe, es geht ihnen gut (freue mich immer über Rückmeldungen neuer Besitzer evakuierter Pflanzen).


Behalten habe ich ein Teilstück des "Sonnenschein"-Phloxes, den ich vor vielen Jahren mal von Karin Schade/"Sonnenschein" bekommen hatte. Dieser Phlox steht ebenfalls am Ostzaun und dadurch ab mittags leider bis zum Abend in voller Sonne. Die Farbe ist aber auch im morgendlichen Schatten unfotografierbar: In Wirklichkeit handelt es sich um ein stumpfes, rötliches Violett.

Diese sehr wüchsige Sorte wird normalerweise (vor der Blüte wurde die Pflanze stark eingekürzt) sehr hoch (1,8 bis 2m) und hat relativ kleine Blüten. Irgendwie ist sie schon besonders.
Das Foto ist aktuell und zeigt schon den Beginn des Abblühens.


Auch bei diesem robusten Exemplar stimmt die Farbwiedergabe nicht: So blau wirkt er nur im Schatten (Foto von gestern). Er stammt aus einem aufgelösten Bauerngarten und wurde später mehrfach als `Uspech/Uspekh`identifiziert.
Auf verifizierten Fotos der genannten Sorte ist das dunkle Auge aber wesentlich ausgeprägter. Daher halte ich ihn schon für einen Sorten-Phlox aber nicht für einen echten `Uspekh`. 


Immer ein Favorit ist und bleibt `Düsterlohe`(von Piet vor zwei Wochen fotografiert).


Rätsel gibt dieser Phlox auf, den ich letzten Herbst von Katrin (danke!) bekam: Farblich zeigt er keinen Unterschied zum hier mehrfach vorhandenen `Blue Paradise`, allerdings kommt mir der Aufbau von Blüten und Blütendolden anders vor. Könnte es sich eventuell um `Blauer Morgen`handeln?


Zum Abschluß der heutigen Phloxerei noch das Bild eines Durcheinanders: Hier standen (wieder mal) zuviele Töpfe mit Rest-Stückchen rum und die Pflanzen wollten in die Erde...
Der hellrosa-farbene Phlox und der in Violettrosa (Bildmitte)standen im selben Evakuierungstopf, waren also wahrscheinlich schon im Ex-Park ineinander gewachsen. Ein gerettetes Stück ´Blue Paradise`(rechts) aus einem anderen Topf landete dann dahinter. Leider bleibt Letzterer aber viel niedriger.

Die beiden rosa Phloxe wollte ich eigentlich verschenken. So, wie die Sonne sie am späten Nachmittag illuminierte (das Foto ist ca. zwei Wochen alt), gefällt mir die Zufallskombination aber doch ganz gut. 


Zur Abwechslung mal wieder Rosen: Souvenir de St. Anne´s vor Agastache rugosa.

Vino vor dem oben gezeigten Phlox-Durcheinander.

Route 66 vor einer erst letztes Jahr gepflanzten Sommer-Aster (Namensschild steckt irgendwo im Busch), die diesen Sommer zwar blauer blüht, sich aber schon zu stark verbreitert hat. Davon gebe ich demnächst gerne was ab. 

Der stark duftende Olde Romeo, noch im Topf.

Ice Girl, auch eine besonders intensiv duftende Sorte (in diesem Fall zitronig).

Der "wieder auferstandene" Delphin (war im Ex-Park auch nur noch ein Mini-Fitzelchen) ist einfach nur woooooow!

Noch neu im lila Beet (ein Geschenk aus dem letzten Jahr) ist Neptune. Das schlechte Foto wird dieser tollen Rose leider nicht gerecht.

Die unvergleichliche, kostbar duftende Mme d´Enfert...

...und ihr Nachbar Bardou Job, der ebenfalls hoch hinaus will.

The Prince, eine Sorte, von der man nie genug (auch Exemplare) haben kann.

Noch ein Dauerliebling: Winchester Cathedral

Nicht weit davon entfernt: Mme Fanny de Forest...

...und Avocat Duvivier, beide intensiv duftend.

Die "falsche Jeanne d´Arc" an der Ostwand, eine Fund-Moschata/-Noisette aus den USA, duftet ebenfalls sehr stark. Ihr Duft hat allerdings keine Ähnlichkeit mit den typisch rosigen, die wir u. a. von Damaszern und Centifolien kennen. Vielmehr erinnert er an orientalische Gewürz- und Weihrauch-Mischungen. 

Im Hintergrund kann man über der Regenrinne ein Blütenbüschel der daneben/dahinter stehenden Rosa `moschata plena`erkennen. Beide Moschatas sind sehr frostempfindlich, an geschützten Plätzen aber auch sehr wüchsig.

Wie es sich für Bourbon - und Remontant-Rosen gehört, sind die Düfte von Frau O. Plegg...

...und Gloire de Ducher wieder typisch für "rose rouge" und klassische, historische Rosen: Sie haben ein volles, tiefes Aroma, das Süße mit Assoziationen zu schwerem Rotwein und kostbarem, altem Parfum verbindet.

So verschwenderisch, wie manche Rosen duften, ist die Blütenfülle der Stammform von Clematis viticella: Sie blüht an und auf diesem selbst gebauten Bogen jetzt schon seit Wochen mit tausenden von kleinen Glöckchenblüten und es sind immer noch viele Knospen vorhanden.

Auf der anderen Gartenseite klettert Clematis viticella `Mary Rose` an Tess of the d´Urbervilles vorbei in die Konifere über dem Rankgerüst.

Auch eine jüngere Donaunymphe teilt sich ihr Klettergerüst mit einer Clematis (in diesem Fall müßte es C. aromatica sein). Wenn man die Clematis mit den Wurzeln nicht zu dicht an die Rose pflanzt und auch sonst darauf achtet, daß sie sie nicht zu stark bedrängt, klappt das sehr gut. 

Spirit of Freedom hat einen Blütentrieb von ihrem Bogen herab geneigt damit man besser zum Schnuppern dran kommt, das finde ich sehr aufmerksam.

Sullivan findet, Frauchen sollte sich weniger mit dem Stachelgestrüpp beschäftigen und lieber noch eine Runde mit ihm spazieren gehen. 

 - Ja, machen wir später. Erst gehen wir noch kurz zur Büroseite, ...

...besuchen Die Welt und eine der letzten, noch blühenden, gelben Lilien (foto von vor einer Woche, links eine Blüte von Helga Matura),...

...bewundern Just Joey (nicht Café, bitte um Entschuldigung für die Verwechslung)...

...Königin der Rosen...

...und Gruß an Ebingen, die unbeeindruckt von der Hitze weiter und weiter blüht. 

Zwischendurch ein kleiner Zeitsprung, zurück in den Juli und zur Lilienblüte:

Bis vor ca. einer Woche haben auf der Büroseite sehr lange diese hohen, gelben ("Baum"-) Lilien geblüht.

Ihr Duft ist sehr intensiv und weitreichend.

Eine noch Kleinere davon hatte sich in den hinteren Gartenteil verirrt. Die Kombination mit der, da grade aufblühenden, Agastache war zwar ganz hübsch, inzwischen hab ich sie aber trotzdem zur Büroseite versetzt....

...An den Platz passt nämlich diese Liliensorte (Muscadet?), von der ich im Frühling einen ganzen Schwung gerettet hatte, viel besser (auf dem Foto von vor ca. zwei Wochen sind sie noch getopft). 

Auch die Kombination mit der Lilie `Stargazer`(in einer Zinkwanne auf der Wäscheterrasse) und dem Phlox `Blue Pardise`(dahinter) fand ich so gelungen, daß die `Muscadet`-Zwiebeln vom oben gezeigten Bild ganz in der Nähe davon ausgepflanzt wurden (das Foto ist ca. zwei Wochen alt).
 - Immer nur in Pflanzgefäßen oder mit eingegrabenen Töpfen: Sonst werden Lilien hier sofort von den Schermäusen gefressen. 
Beide gezeigten Liliensorten duften übrigens fantastisch. 

Hier das Ganze nochmal mit Hibiskus (´Blue Bird`oder ein Sämling davon, links im Bild) und Rosenknospen (von Parole) darüber. Damit hat man alle Zutaten für ein sommerabendliches Dufterlebnis zusammen. 

Nochmal Lilie mit/vor Phlox, diesmal vor etwa drei, vier Wochen von Piet fotografiert.
Den Namen der orientalischen Lilie kenne ich leider nicht, der Phlox ist ein weiterer `Blue Paradise`

Dieses wunderschöne Foto hat auch Piet gemacht. Es scheint sich um dieselbe Lilie zu handeln wie auf dem vorigen Bild, nur in einem anderen Blühstadium.

Diese Lilium regale haben schon Anfang Juli geblüht und ebenfalls sehr intensiv geduftet. - Piet hat noch sehr viel mehr, nicht nur Lilien-, Fotos. Eigentlich sollte er dafür mal ein eigenes Blog aufmachen: Seine Bilder sind zu schade dafür, nicht angeschaut zu werden. Hier sprengen viele Detail-Fotos aber den Rahmen und auch mit den Lilien ist es erstmal genug. - Kommen wir deshalb jetzt (frei nach Monty Python) zu etwas ganz anderem...

Aconitum napellus im Juli, von Piet meisterlich in Szene gesetzt...

Ein aktuelleres Foto des Clematis-Bogens an der Südseite,...

...die intensiv duftende Fund-Remontant Rose "Werner Bode" (mal von Martin Weingart erhalten)...

...und, tadaaaa!, nochmal Stadt Amöneburg. - Sie ist einfach immer wieder zauberhaft.

Von mir gibt es noch eine unbekannte Clematis viticella an der Südost-Ecke (für  `Hanna`` scheinen mir die Blüten zu groß zu sein),...

... Comtesse de Barbentane (eine meiner Lieblings-Bourbonen),...

... das Teicherrassen-Beet mit Aconitum bicolor (rechts oben hängen einige Donaunymphe-Blüten in´s Bild, vorne links blüht immer noch und immer wieder Marie Bugnet)) ,...

...eine Gospel-Blüte (duftend)...

...und zum Abschluß für heute eine aktuelle Morgen-Impression des Teichrrassen-Beets.

- Jetzt ist es ein bißchen kühler geworden, also heißt es "ran an den Schlauch und Schermäuse unter Wasser setzen" (seufz...). 

Passt auf euch auf, bereitet euch vor und bleibt standhaft!
Viele Liebe Grüße,
Raphaela & Sullivan.

Мое сердце с Россией.

Nous sommes Donbass!

Heimatliebe ist kein Verbrechen.

Free Julian Assange!


zzzzzzzzzz Achtung! Politikbereich! Nicht weiterlesen, wer darüber nichts wissen will! zzzzzzzzzz

Viele Links sind unter den vorigen Blog-Einträgen zu finden. Hier werden immer wieder weitere ergänzt...


Interessante Kurzberichte, nicht nur aus dem russischen Raum, findet man auch immer wieder hier: